5 Kriterien für die Wahl des richtigen Sichtschutzes im Schlafzimmer
Vor dem Kauf solltest du die Wand genau prüfen. Bei Glas und HPL ist eine ebene Fläche Pflicht, bei Klebefliesen reicht eine glatte, aber nicht unbedingt perfekte Wand. Ein weiterer Punkt ist die Reinigung: Glas lässt sich leicht abwischen, HPL ebenfalls, aber bei Klebefliesen können sich in den Fugen schnell Schmutz und Fett ansammeln. Wenn du also viel kochst oder Spritzer auf der Rückwand unvermeidlich sind, sind Glas oder HPL die bessere Wahl. Klebefliesen eignen sich eher für eine schnelle, günstige Verschönerung ohne großen Aufwand.
Die Trocknungszeit ist nicht einheitlich. Zementfugen brauchen je nach Schichtdicke mehrere Tage, bis sie voll belastbar sind. Silikon härtet zwar in 24 Stunden aus, aber Feuchtigkeit verträgt es erst nach etwa einer Woche. Ein typischer Fehler ist, die Dusche sofort wieder zu benutzen. Die Folge: Das Silikon wird milchig und verliert seine Haftung. Planen Sie die Renovierung also so, dass Sie die Dusche für einige Tage nicht benötigen – oder nutzen Sie die Zeit, um Kalkablagerungen an den Fliesen zu entfernen.
Plissee als Alternative – was Sie beim Stoff beachten müssen Plissees bestehen aus gefaltetem Gewebe, das sich wie eine Ziehharmonika zusammen- und auseinanderziehen lässt. Sie sind ideal für ungewöhnliche Fensterformen oder wenn Sie den Insektenschutz nur temporär benötigen. Der Stoff ist meist feinmaschiger als bei Rollos, aber auch empfindlicher gegenüber Druck. Achten Sie beim Kauf auf eine Faserverstärkung, sonst reißen die Falten nach einer Saison. Die Montage erfolgt meist mit Klebeband oder Klemmträgern am Fensterflügel. Ein häufiger Fehler ist das Anbringen auf der falschen Seite – bei nach innen öffnenden Fenstern muss das Plissee auf der Innenseite sitzen, sonst blockiert es den Flügel. Reinigen Sie das Gewebe nur mit einem weichen Schwamm, niemals mit aggressiven Reinigern.
Vor dem Neufugen: So bereiten Sie den Untergrund richtig vor Nach dem Entfernen muss die Fuge vollständig trocken sein. Saugen Sie Staub und Krümel heraus, am besten mit einem schmalen Düsenaufsatz. Bei Silikonfugen ist zusätzlich eine Reinigung mit einem fettlösenden Mittel sinnvoll (z. B. Spiritus oder ein Glasreiniger mit Alkohol). Warten Sie danach mindestens eine Stunde – Feuchtigkeit ist der häufigste Grund, warum neues Silikon nicht haftet. Bei Zementfugen können Sie den Untergrund leicht anfeuchten, damit er nicht zu viel Wasser aus der frischen Masse zieht. Aber auch hier darf kein Wasser in der Fuge stehen.
Glasrückwände sind optisch kaum zu übertreffen. Sie wirken hochwertig, reflektieren Licht und lassen sich in vielen Farbtönen herstellen. Der Einbau ist jedoch anspruchsvoll: Die Wand muss absolut eben sein, sonst brechen die Platten oder die Spiegelung wirkt wellig. Zudem brauchst du exakte Zuschnitte für Steckdosen und Ecken. Wer hier unsauber arbeitet, sieht jede Unebenheit. Ein typischer Fehler ist, die Glasplatte zu stark zu verschrauben – das führt zu Spannungen und Rissen. Besser ist, mit speziellen Klebepads zu arbeiten und die Platte nur leicht anzudrücken.
Praktische Tipps für die Entscheidung: Messen Sie zuerst die Fenstergröße genau, notieren Sie die Maße von Breite und Höhe. Überlegen Sie, ob Sie das Fenster während der Schlafenszeit gekippt haben möchten – das funktioniert mit einem Plissee oder Rollo mit Führung besser als mit einem Vorhang. Testen Sie die Verdunklungswirkung im Geschäft mit einer Taschenlampe. Verlangen Sie vom Verkäufer ein Muster, das Sie gegen das Fenster halten. Und vermeiden Sie den Fehler, nur auf die Optik zu achten – ein heller Stoff lässt immer mehr Licht durch, auch wenn er als „verdunkelnd" beworben wird.
Jetzt kommt das eigentliche Verfugen. Für Zementfugen mischen Sie den Fugenmörtel genau nach Anleitung. Tragen Sie ihn mit einem Gummi-Spachtel diagonal zur Fuge auf und drücken Sie ihn gut ein. Ziehen Sie die Fugen anschließend mit einem Fugenglätter ab – aber nicht zu früh, sonst wird die Masse ausgehöhlt. Warten Sie, bis der Mörtel leicht angezogen hat, dann glätten Sie mit einem feuchten Schwamm. Hier gilt: maximal zwei- bis dreimal über die Fuge gehen, sonst waschen Sie feine Partikel aus, und die Fuge wird krümelig.
Wer nachts schlecht einschläft, unterschätzt oft den Einfluss von Licht. Schon wenige Lumen, die durch eine Lücke im Fensterbehang dringen, können den Melatoninspiegel beeinflussen. Bevor Sie sich für ein Rollo, ein Plissee oder einen Vorhang entscheiden, sollten Sie die Lichtverhältnisse im Raum analysieren. Ein Schlafzimmer zur Ostseite benötigt eine andere Lösung als ein Raum zur Westseite mit Straßenlaterne. Messen Sie außerdem die Fenstergröße und prüfen Sie, ob die Fensterflügel nach innen oder außen öffnen. Diese Grunddaten bestimmen, welche Montageart überhaupt möglich ist.
Ein weiterer Stolperstein ist die Fußbodenheizung. Nicht jeder Belag ist dafür geeignet. Laminat und Vinyl sollten eine Wärmeleitfähigkeit von mindestens 0,05 Watt pro Meter und Kelvin haben – das steht meist in der Produktbeschreibung. Fertigparkett ist problematisch, weil Holz Wärme schlecht leitet und bei starken Temperaturschwankungen reißt. Prüfen Sie die Herstellerangaben zur maximalen Oberflächentemperatur. Üblich sind 27 Grad Celsius. Liegt die Heizung höher, verziehen sich die Dielen. Senken Sie die Vorlauftemperatur eine Woche vor der Verlegung ab und erhöhen Sie sie danach langsam wieder.