5 Fehler Beim Spulen, Die Lockere Wicklungen Verursachen
Die Naht, die fast alle vergessen Genäht wird entlang der oberen und der unteren Bandkante. Zwischen diesen beiden Nähten liegen die Zugfäden. Wer zusätzlich in der Mitte des Bandes näht, zerstört die Faltenbildung, weil die Kordeln festgesteppt werden. Ein weiterer typischer Fehler: zu dicht an den Kordeln nähen. Die Nadel darf die Zugfäden nicht treffen, sonst reißen sie beim Ziehen. Ein Abstand von zwei bis drei Millimetern zu den Kordeln ist ausreichend. Am besten mit einem Geradstich und mittlerer Stichlänge arbeiten, nicht mit Zickzack.
Eine lockere Wicklung auf der Spule ist eine der häufigsten Ursachen für Schlaufen und Perücken beim Nähen. Wer regelmäßig mit der Nähmaschine arbeitet, kennt das Problem: Der sich nicht gleichmäßig auf, sondern liegt kreuz und quer, bildet Schlingen und verheddert sich. Die Folgen sind unschöne Stiche, Fadenbrüche und Frust. Dabei lässt sich das vermeiden, wenn man einige grundlegende Regeln beachtet.
Der Unterschied zwischen Wenden und Abstepp
Die Kappnaht ist eine doppelte Naht, bei der beide Stoffkanten eingeschlossen werden. Lege die Stoffstücke links auf links zusammen und nähe mit 1 cm Nahtzugabe. Bügele die Nahtzugabe auseinander, klappe dann beide Kanten nach innen, sodass sie aufeinander liegen. Nähe nun knapp an der Bruchkante entlang – die offenen Kanten verschwinden darunter. Diese Naht ist sehr stabil und eignet sich für Hosen, Jacken oder Taschen. Typischer Fehler: Zu viel Stoff auf einmal einschlagen. Dann wird die Naht zu dick und die Nähmaschine kommt nicht durch alle Lagen.
Der häufigste Fehler ist zu wenig Hitze und zu wenig Dampf beim Fixieren. Eine Biese, die nur leicht gebügelt wurde, fällt nach dem ersten Waschgang in sich zusammen. Deshalb wird jede Faltung mit einem feuchten Tuch und mittlerer bis hoher Temperatur so lange gebügelt, bis der Stoff trocken ist. Bei empfindlichen Fasern wird die Temperatur angepasst, aber die Dauer bleibt lang. Anschließend wird die Biese von der rechten Seite noch einmal nachgebügelt, Raumteiler ohne Sichtschutz das Bügeleisen zu schieben, damit die Kante scharf bleibt.
Ein häufiger Fehler ist das Ziehen an nur einer Kordel. Dadurch verzieht sich das Band und die Falten stehen schief. Immer beide Zugfäden gleichzeitig greifen und mit gleichem Zug arbeiten. Bei breiten Gardinen empfiehlt es sich, das Kräuselband in mehreren Abschnitten zu raffen und die Falten zwischendurch mit Stecknadeln zu fixieren. So bleibt die Verteilung gleichmäßig, und die Gardine hängt am Ende gerade.
Ein Vorstich mit der Hand ist kein Ersatz für die Maschinennaht, sondern eine Vorbereitung. Er hält zwei Lagen Stoff so zusammen, dass sie beim Nähen nicht verrutschen, und er markiert die Nahtlinie dort, wo Stecknadeln oder Klammern stören würden. Ob sich diese zusätzliche Runde lohnt, entscheidet nicht die Bequemlichkeit, sondern die Beschaffenheit des Materials.
Ein häufiger Fehler besteht darin, den Vorstich als endgültige Naht zu behandeln und ihn im fertigen Kleidungsstück zu belassen. Das hält nicht, weil der Handstich keine gleichmäßige Spannung hat und an beanspruchten Stellen aufbricht. Ein anderer Fehler ist der zu lange Stich. Wer mit fünf oder sechs Millimetern arbeitet, verliert genau den Halt, den er herstellen wollte. Der Stoff verschiebt sich zwischen den Stichen, und die Maschinennadel trifft nicht mehr die vorgesehene Linie. Auch das Versäumen, den Vorstich vor dem Nähen zu bügeln, rächt sich: Die Naht liegt dann wellig unter dem Nähfuß.
Vor dem Annähen wird der Stoff gesäumt, sonst franst er beim Ziehen aus. Die obere Kante sollte sauber gebügelt und möglichst gerade geschnitten sein. Ein welliger Saum überträgt sich direkt auf die Falten und lässt sich später kaum korrigieren. Das Kräuselband wird bündig zur Oberkante aufgelegt, die Zugfäden zeigen nach unten. Wer das Band verkehrt herum aufsteckt, stellt nach dem Nähen fest, dass sich die Falten nicht öffnen lassen, weil die Kordeln eingeschlossen sind.
Vor dem eigentlichen Nähen wird der Vorstich nicht entfernt. Er bleibt liegen, bis die Maschinennaht vollständig ist, und wird erst danach mit einer spitzen Pinzette oder einer Nahttrenner-Spitze Stich für Stich herausgezogen. Wer ihn vorher auftrennt, hebt die gesamte Vorbereitung auf. Beim Entfernen ist Vorsicht geboten: Ein zu schneller Zug am Faden kann die frisch genähte Naht lockern oder den Stoff an der Einstichstelle ausreißen lassen.
Wie der Vorstich richtig ausgeführt wird Der Stich wird mit einem dünnen Faden in kontrastierender Farbe genäht, damit er sich später leicht wieder entfernen lässt. Die Nadel sollte nicht zu dick sein, sonst hinterlässt sie sichtbare Löcher im Gewebe. Gestochen wird mit kurzen, gleichmäßigen Stichen von etwa zwei bis drei Millimetern Länge, direkt auf der späteren Nahtlinie. Wichtig ist, den Faden nicht straff anzuziehen. Ein Vorstich, der den Stoff zusammenzwirbelt, verzieht die Naht und macht mehr Schaden als Nutzen.