Klebrige Tropfen an der Monstera: warum Guttation kein Schädling ist
Die erste Wurzel zeigt sich je nach Art nach einer bis vier Wochen. Warte nicht, bis ein dichter Wurzelballen entstanden ist, bevor du einpflanzt. Drei bis fünf Zentimeter lange Wurzeln sind optimal, längere zerbrechen beim Umsetzen leicht und verkümmern im Wasser. Setze den Steckling in lockere, nährstoffarme Erde, gieße vorsichtig an und halte ihn die ersten Tage feucht, aber nicht nass. Typische Fehler sind zu warmes Wasser, zu viele Blätter im Glas und der Glaube, mehr Wasser bedeute mehr Wurzeln. Genau das Gegenteil ist der Fall: Nur die Schnittstelle darf eintauchen, alles andere bleibt trocken.
Auch die Topfgröße beim Umtopfen will richtig gewählt sein. Ein Sprung von einem kleinen in einen sehr großen Topf ist kontraproduktiv: Die Erde wird nicht durchwurzelt, bleibt lange feucht und fault. Vergrößere den Durchmesser schrittweise, meist um zwei bis vier Zentimeter. Entwirre verfilzte Wurzeln vorsichtig mit den Fingern oder schneide eindeutig abgestorbene Stränge mit einer sauberen Schere ab. Frisches Substrat locker einsetzen, nicht festdrücken, und die Pflanze danach schattiger stellen und weniger gießen als gewohnt.
Nach der mechanischen Reinigung können Sie ein Hausmittel einsetzen: Eine Mischung aus einem Liter Wasser, einem Esslöffel flüssiger Schmierseife und einem Teelöffel Spiritus. Sprühen Sie die Pflanze damit ein, bis alle Blattunterseiten benetzt sind. Decken Sie die Erde mit Folie ab, damit die Seife nicht in den Wurzelbereich gelangt. If you loved this article and you also would like to get more info relating to hier nachlesen i implore you to visit the web site. Lassen Sie die Lösung zwei bis drei Stunden einwirken und spülen Sie sie dann gründlich ab. Wiederholen Sie die Anwendung im Abstand von fünf Tagen, insgesamt drei- bis viermal. Bei empfindlichen Pflanzen wie Farnen oder Orchideen testen Sie die Mischung zuerst an einem einzelnen Blatt.
Vorbeugend stärken Sie Ihre Zimmerpflanzen mit einem geeigneten Dünger und einem hellen, luftigen Standort. Zu dichte Bestände und trockene Heizungsluft begünstigen einen Befall. Kontrollieren Sie neue Pflanzen vor dem Einordnen und halten Sie sie für zwei Wochen separat. Entfernen Sie regelmäßig abgestorbene Blätter und reinigen Sie die Blattunterseiten mit einem feuchten Tuch. So erkennen Sie einen neuen Befall früh und können ihn stoppen, bevor die weiße Watte wieder in den Blattachseln klebt.
Die Umstellung sollte schrittweise erfolgen. Ein direkter Wechsel von einer dunklen Ecke an ein Südfenster führt bei vielen Pflanzen zu Sonnenbrand mit braunen Flecken. Besser ist es, den Standort über ein bis zwei Wochen zu verschieben oder zunächst einen halbschattigen Platz mit hellem, indirektem Licht zu wählen. Drehen Sie die Pflanze außerdem regelmäßig, damit alle Seiten gleichmäßig Licht erhalten. Ein weiterer häufiger Fehler: das Gießen nach Gefühl beibehalten, obwohl die Pflanze am neuen Platz mehr Licht und damit mehr Wasser verbraucht. Prüfen Sie die Erde vor jedem Gießen mit dem Finger.
Ein häufiger Fehler ist, die Pflanze wegen der Tropfen stärker zu gießen oder zusätzlich zu düngen. Das verstärkt das Problem. Ebenso falsch ist der Griff zu Öl- oder Seifenpräparaten gegen vermeintliche Schädlinge, die bei reiner Guttation nur die Blattoberfläche belasten. Beobachte zwei bis drei Wochen nach der Umstellung auf schwächere Düngung. Bleiben die Tropfen klar und verschwinden tagsüber, ist alles in Ordnung. Werden sie weiter zäh und klebrig, reduziere den Dünger erneut und prüfe, ob das Substrat noch Salzrückstände zeigt.
Problematisch wird es erst, wenn diese Tropfen zähflüssig werden, klebrig bleiben und sich über Nacht zu kleinen Perlen oder klebrigen Flecken auf dem Blatt sammeln. Dann ist der Anteil an gelösten Zuckern und Mineralstoffen im austretenden Wasser zu hoch. Ursache ist fast immer zu viel Dünger im Substrat oder eine zu geringe Verdunstung über die Blätter. Besonders nach dem Umtopfen in frisches, vorgedüngtes Substrat und gleichzeitiger Flüssigdüngung tritt das gehäuft auf.
Stelle die Pflanze luftiger und heller, aber Raumteiler ohne Sichtschutz pralle Mittagssonne. Höhere Temperaturen und Luftbewegung steigern die Verdunstung und senken den Druck in den Blättern. Ein zu dichter Stand zwischen anderen Pflanzen hält die Luftfeuchte hoch und begünstigt klebrige Tropfen. Wisch die Blätter bei Bedarf mit lauwarmem Wasser ab, damit sich keine Zuckerreste sammeln, die Pilze anziehen können.
Ein sicheres Zeichen für zu wenig Licht sind lange, weiche Triebe, die sich biegen, sobald man sie leicht berührt. Gleichzeitig verfärben sich die Blätter gelblich-grün und verlieren ihre typische Sättigung. Bei manchen Arten drehen sich die Blattstiele oder ganzen Blätter in Richtung des hellsten Punktes im Raum. Auch das Ausbleiben von Blüten oder ein völlig eingestelltes Wachstum nach einer Phase des Streckens gehören dazu. Wichtig ist die Abgrenzung: Blasse Blätter allein bedeuten nicht automatisch Lichtmangel. Häufig steckt auch ein Nährstoffproblem oder Staunässe dahinter.