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5 Hausmittel als Dünger: was nützt, was schadet

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Für die Abnahme braucht es kein Spezialwerkzeug. Ein sauberes, scharfes Messer oder eine Schere genügt. Der Schnitt erfolgt am besten direkt dort, wo der Trieb aus der Mutterpflanze austritt, also nah am Blattschopf. Ein zu langer Stielstummel fault leichter, weil er keine Funktion mehr hat. Wer unsicher ist, schneidet den Ableger mit einem kurzen Stück des Verbindungsstiels ab und entfernt später trockene Reste. Wichtig ist, dass die Schnittfläche sauber ist und nicht gequetscht wird.

Eierschalen, Bananenschalen und Asche richtig verwenden Eierschalen bestehen überwiegend aus Kalk und liefern kaum Stickstoff. Zerkleinert und leicht in die oberste Erdschicht eingearbeitet, können sie den pH-Wert anheben - gut bei sauren Böden, schlecht bei kalkliebenden Pflanzen, die bereits in kalkhaltiger Erde stehen. Ganze Schalen verrotten sehr langsam und ziehen Ungeziefer an. Bananenschalen enthalten Kalium und Magnesium. Sie sollten klein geschnitten und kompostiert oder in Wasser eingeweicht werden; frisch vergraben schimmeln sie leicht und locken Fruchtfliegen an. Holzasche ist stark alkalisch und enthält Kalium sowie Spurenelemente. Sie gehört nur in kleinen Mengen auf saure Böden, niemals in Töpfe mit Zimmerpflanzen. Asche von behandeltem Holz, Kohle oder Grillanzündern ist giftig und gehört nicht in den Garten.

Bei stark verfilzten Kolonien hilft ein mehrstufiges Vorgehen. Zuerst den Stamm mit einem feuchten Tuch abwischen, um Staub und Honigtau zu lösen. Danach die Läuse mit einer Bürste abstreifen. Anschließend die Stelle mit einem in Seifenlauge getauchten Tuch nachwischen, denn Seifenlauge löst die Wachsschicht der Läuse an und erleichtert das Ablösen. Nach dem Trocknen die Rinde mit einer Mischung aus Wasser und etwas Öl einreiben, damit die Oberfläche glatt bleibt und sich neue Läuse schlechter festsetzen können. Diese Behandlung wiederholt man alle sieben bis zehn Tage, bis keine neuen Kolonien mehr auftauchen.

Nach dem Lockern sollte die Fläche nicht sofort wieder betreten werden. Decke sie mit einer Schicht aus grobem Kompost, Laub oder gehäckseltem Holz ab. Diese Mulchschicht verhindert, dass Regen die feinen Poren erneut zuschlämmt, und fördert Regenwürmer, die den Boden auf natürliche Weise lockern. Auf Rasenflächen hilft es, im Herbst aerifizierende Maßnahmen durchzuführen, also mit einem Sporngerät oder einer Grabegabel Löcher zu stechen und diese mit Sand oder feinem Kompost zu füllen. So kann Wasser wieder in die Tiefe abfließen.

Mit Geduld und den richtigen Maßnahmen wird der Boden wieder aufnahmefähig. Das dauert oft eine ganze Vegetationsperiode, aber der Erfolg zeigt sich daran, dass Wasser nach einem starken Regenguss innerhalb weniger Minuten versickert und die Pflanzen kräftiger wachsen.

Wer Hausmittel als Dünger nutzt, sollte drei Dinge beachten: Sie ersetzen keinen vollwertigen Dünger, sie wirken nur in kleinen Mengen, und sie verändern den pH-Wert. Kompost ist die sicherste Basis. Kaffeesatz, zerkleinerte Schalen und wenig Asche können ihn ergänzen, wenn der Boden sauer ist und die Pflanzen Starkzehrer sind. Bei Zimmerpflanzen, Kräutern und Sämlingen ist Zurückhaltung besser. Wer diese Grenzen kennt, verwertet Abfälle sinnvoll, ohne der Erde zu schaden.

Wenn Gießwasser oder Regen nur zögerlich versickert und sich am Rand von Beeten, unter Dachrinnen oder auf Rasenflächen sammelt, ist der Boden darunter oft stark verdichtet. Die feinen Poren, die Wasser aufnehmen und speichern, sind zusammengedrückt. Ursachen sind meist häufiges Befahren, Betreten bei nasser Witterung, schwere Maschinen oder jahrelanger Druck durch Fußwege. Die oberste Schicht kann dabei scheinbar locker sein, doch wenige Zentimeter tiefer beginnt eine harte Sperrschicht.

Staub auf Blättern ist kein Schönheitsfehler, sondern ein handfestes Problem. Die feine Schicht aus Hausstaub, Küchenfetten und Pollen setzt sich auf der Blattoberfläche fest und verstopft die Spaltöffnungen, über die die Pflanze atmet und Wasser verdunstet. Besonders in trockener Heizungsluft haftet der Staub zäh, weil sich die Blätter statisch aufladen und jede Faser aufnehmen. Wer nichts tut, sieht nach Wochen mattere Blätter, kleinere Zuwächse und bei empfindlichen Arten wie Farnen oder Calathea braune Ränder.

Für die meisten Pflanzen reicht ein feuchtes Tuch. Lauwarmes Wasser, kein Spülmittel, kein Essig, kein Blattglanzspray. Ein weicher Mikrofaserlappen oder ein Stück Baumwollstoff wird angefeuchtet, nicht getränkt, und das Blatt wird von der Basis zur Spitze in eine Richtung gewischt. Dabei hält eine Hand das Blatt von unten, damit der Stiel nicht knickt. Bei behaarten Blättern wie bei Usambaraveilchen oder Begonien ist Wischen tabu: Die Härchen brechen, und die Pflanze verliert ihren natürlichen Schutz. Hier hilft nur ein weicher Pinsel oder ein trockener Kosmetikpinsel, mit dem der Staub vorsichtig abgebürstet wird.

Ein einfacher Test zeigt, ob es sich wirklich um Verdichtung handelt: Stecke einen stabilen Draht oder ein langes Messer in den Boden. Geht es in den ersten Zentimetern leicht, danach kaum weiter, liegt eine Verdichtung vor. Ein zweiter Hinweis ist das Wasser selbst: Es steht nach starkem Regen länger als eine Stunde auf der Fläche, obwohl ringsum der Boden normal feucht ist. Auch Pflanzen mit flachen Wurzeln und kümmerlichem Wuchs deuten darauf hin, dass Sauerstoff und Wasser nicht in die Tiefe gelangen.