5 Farbtöne im Kinderzimmer, die mit dem Kind mitwachsen
Dimmbar ja – aber richtig verdraht
Welche Töne funktionieren langfrist
Beim Aufbau zählt die Stabilität. Ein Bett, das 90 × 200 aufnimmt, muss das höhere Gewicht und die größere Hebelwirkung aushalten. Lattenrost und Rahmen sollten zum Maß passen, nicht nur die Matratze. Wer später auf 90 × 200 wechselt, braucht oft auch ein neues Lattenrost. Deshalb ist die Entscheidung für das größere Maß nur dann sinnvoll, wenn Rahmen und Rost von Anfang an dazu passen.
Ruhige Wände bedeuten nicht, dass der Raum langweilig wird. Die Akzente kommen über Bettwäsche, Teppich, Vorhänge und Wanddekoration, und die lassen sich günstig und ohne Werkzeug wechseln, wenn sich der Geschmack ändert. Ein Regal mit bunten Büchern oder eine Wäscheleine mit Bildern bringt mehr Leben in den Raum als jede gestrichene Wand. Wer so plant, muss in fünf Jahren nur die Bettwäsche tauschen statt erneut zur Farbrolle zu greifen.
Ein zweiter Fehler ist die Annahme, 70 × 140 sei günstiger, weil es kleiner ist. Kleiner heißt nicht automatisch länger nutzbar. Ein Kind wächst in der Regel bis zum zehnten Lebensjahr über 140 cm hinaus. Danach wird das Bett zum Provisorium, und es folgt der Zweitkauf. Wer absehen kann, dass das Kind in den nächsten drei bis vier Jahren die 140 cm überschreitet, sollte direkt 90 × 200 wählen. Das spart Geld, Transport und Entsorgung.
Ein typischer Fehler ist das Unterschätzen der Raumhöhe über dem Bett. Wer nur die Matratzenhöhe misst, vergisst, dass ein Lattenrost und eine Matratze zusammen etwa 30 Zentimeter auftragen. Rechnen Sie also von der Oberkante der Matratze aus. Ein weiterer Fehler: schwere Regale über dem Bett. Sie fallen bei Erschütterungen oder unsachgemäßer Montage herunter. Über der Schlafstelle sollten nur leichte Gegenstände wie Kuscheltiere oder leichte Stoffboxen lagern. Schwere Bücher gehören an den Kniestock gegenüber oder in einen Schrank.
Die Wahl zwischen 70 × 140 und 90 × 200 ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage der Nutzungsdauer. 70 × 140 ist ein klassisches Kinderbettmaß, 90 × 200 ein Jugend- und Erwachsenenmaß. Wer nur nach dem aktuellen Alter entscheidet, kauft oft zweimal. Entscheidend ist, wie lange die Matratze zum Körper passt und wann sie zu kurz wird.
Ein Kinderzimmer wird heute für ein Kleinkind gestrichen und soll in fünf Jahren noch funktionieren, wenn daraus ein Schulkind geworden ist. Genau hier scheitern die meisten Eltern: Sie wählen eine Farbe für das aktuelle Alter, nicht für den Raum. Wer ruhige Töne nimmt, spart sich das zweite Streichen und muss nur noch Accessoires austauschen.
Der wichtigste Grundsatz lautet: Die Wand bleibt ruhig, das Kind bringt die Farbe. Ein kräftiges Grün oder Pink an allen vier Wänden wirkt nach zwei Jahren anstrengend, weil es jeden Möbelwechsel und jedes neue Poster optisch erschlägt. Gedeckte Töne dagegen halten viel länger, weil sie sich neutral verhalten. Wer trotzdem Farbe will, streicht eine einzelne Wand und lässt die übrigen drei in einem hellen Grundton.
Ein häufiger Fehler ist die Decke. Wird sie mitgestrichen, wirkt der Raum schnell wie eine Höhle. Weiß oder ein sehr heller Ton an der Decke reflektiert das Licht und lässt den Raum größer wirken. Ein zweiter Fehler ist die zu dunkle Farbe an der Wand gegenüber dem Fenster: Sie schluckt das wenige Licht, das hereinkommt. Prüfen Sie vorher, wie viele Fenster der Raum hat und in welche Himmelsrichtung sie zeigen. Nordzimmer vertragen wärmere Töne, Südzimmer eher kühlere.
Diese Töne halten wirklich fünf Jahre Bewährt haben sich sanfte Grün- und Blautöne mit viel Grauanteil, warmes Beige, helles Grau und gedämpftes Terrakotta. Ein Salbeigrün passt zum Babybett genauso wie zum Schreibtisch eines Zehnjährigen. Helles Grau mit einem Stich Beige wirkt nicht kühl, sondern ruhig, und lässt sich mit bunten Textilien jederzeit auffrischen. Terrakotta bringt Wärme ohne aufdringlich zu sein, besonders in Räumen mit wenig Tageslicht. Achten Sie darauf, dass der Ton einen sichtbaren Grauanteil hat: Reines Gelb oder reines Blau kippt schnell ins Grellige.
Vor dem Kauf gehört ein Test auf die Wand. Streichen Sie ein etwa 50 auf 50 Zentimeter großes Feld an einer Stelle, die sowohl Morgen- als auch Abendlicht bekommt, und schauen Sie zwei Tage lang hin. Farbkarten im Laden täuschen, weil das Kunstlicht den Ton verändert. Prüfen Sie außerdem die Angabe zur Nassabriebbeständigkeit: Kinderzimmerwände werden häufiger abgewischt, ein normaler Mattanstrich ist dafür zu empfindlich. Ein leicht abwaschbarer Anstrich hält auch Fingerabdrücke und Buntstiftspuren besser aus.
Hochbetten und Etagenbetten sparen Grundfläche, haben aber Nachteile. Das untere Bett ist oft dunkler und stickiger, das obere schwerer zu beziehen. Wer ein Etagenbett wählt, sollte auf stabile Rahmen, eine belüftete Matratze und eine gut befestigte Leiter achten. Bei jüngeren Kindern ist ein niedriges Bett mit Schubladen darunter meist praktischer als ein hohes Gestell. Typischer Fehler: Das Bett direkt unter das Fenster stellen, weil dann im Sommer Hitze und Licht stören und im Winter Zugluft entsteht.