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4 Anzeichen für Spinnmilben, die sofortiges Handeln erfordern

From Babylon SIGNALIS Wiki

Ein Steckling im Wasserglas ist die einfachste Methode, um Pflanzen zu vermehren, aber sie hat einen Haken: Nicht jede Art bildet im Wasser brauchbare Wurzeln. Wer das übersieht, wartet wochenlang auf ein Wunder, das ausbleibt. Deshalb steht am Anfang die Auswahl der Mutterpflanze. Geeignet sind Arten mit weichem bis halbreifem Trieb, etwa Fuchsien, Strauchbasilikum, Minze, Efeu oder Zimmerlinde. Harte, verholzte Triebe von Rosen oder Flieder bewurzeln im Glas kaum, sie brauchen Substrat und hohe Luftfeuchtigkeit.

Ein weiterer typischer Fehler ist das Schneiden gesunder Blätter. Bogenhanf wächst von der Basis, nicht von der Spitze. Wer die Spitze kappt, stoppt das Wachstum des gesamten Blattes dauerhaft. Alte, gelbe Blätter entfernt man dicht am Boden mit einem sauberen Messer. Vermehren lässt sich die Pflanze durch Teilung des Wurzelstocks oder durch Blattstecklinge. Beim Steckling schneidet man ein gesundes Blatt in fünf Zentimeter lange Stücke, lässt sie einen Tag antrocknen und steckt sie mit der Unterseite in feuchtes Substrat. Nach vier bis sechs Wochen bilden sich Wurzeln.

Typische Fehler: Würmer einfach in den Garten werfen, ohne die Art zu prüfen – manche Arten überleben dort nicht und verenden. Ebenso falsch ist es, den Wurm im Topf zu lassen und stattdessen häufiger zu düngen, weil die Pflanze trotz Nährstoffen durch Wurzelschäden geschwächt bleibt. Auch das Abdecken der Topfoberfläche mit Kies hilft nicht gegen Würmer, da sie sich bereits im Substrat befinden. Wer künftig Probleme vermeiden will, verwendet für Zimmerpflanzen frisches, steriles Substrat und kompostiert Gartenabfälle getrennt, bevor sie in Töpfe gelangen.

Für den Halbschatten eignen sich vor allem Pflanzen mit ledrigen oder dunkelgrünen Blättern, die Licht effizienter verwerten. Bewährte Kandidaten sind die Grünlilie, die Efeutute, der Gummibaum, die Glücksfeder sowie verschiedene Farnarten und die Schusterpalme. Diese Arten vertragen schattige Ecken, solange die Luft nicht ständig trocken ist. Sorten mit bunten Blättern verlieren im Halbschatten oft ihre Musterung, weil ihnen die Pigmentbildung zu wenig Licht bekommt. Wer Farbe will, sollte gezielt zu dunkellaubigen Sorten greifen.

Warum die ersten Tage über den Ausgang entscheiden Das Glas wird mit kalkarmem, lauwarmem Wasser gefüllt, etwa zwei bis drei Zentimeter hoch. Nur die Schnittstelle darf eintauchen, der Blattknoten nicht. Ein sonniger Platz beschleunigt die Verdunstung und heizt das Wasser auf, was Fäulnis begünstigt. Besser ist ein heller, aber schattiger Standort ohne direkte Mittagssonne, bei Temperaturen um zwanzig Grad. Das Wasser wird alle zwei bis drei Tage gewechselt, das Glas dabei mit heißem Wasser ausgespült. Wer diesen Wechsel vergisst, bekommt trübes Wasser, weiche Stängel und einen Geruch, der den Steckling bereits verloren gegeben hat.

Licht, Temperatur und die Sache mit dem Dünger Bogenhanf verträgt sowohl helle als auch halbschattige Standorte. Direkte Mittagssonne kann die Blätter verbrennen, besonders bei jungen Pflanzen. Ein Platz ein bis zwei Meter vom Südfenster entfernt ist ideal. Die Temperaturen dürfen zwischen 15 und 30 Grad liegen, kurzzeitig auch kühler. Gedüngt wird höchstens zweimal im Jahr, im Frühling und Hochsommer, mit einem flüssigen Kakteendünger in halber Konzentration. Wer zu viel düngt, bekommt weiche, matschige Blätter – ein Zeichen für Überversorgung.

Die feinen Netze sitzen typischerweise in Blattachseln, an Blattstielen und entlang der Mittelrippe. Man erkennt sie am besten, wenn man mit einer Taschenlampe schräg von der Seite auf die Pflanze leuchtet. Die Fäden schimmern dann silbrig und heben sich vom Blattgrün ab. Ein häufiger Fehler ist, die Gespinste mit Spinnweben harmloser Spinnen zu verwechseln. Spinnmilben-Netze sind dichter, unregelmäßiger und liegen direkt am Blattgewebe. Reißt man ein solches Netz vorsichtig mit einem Zahnstocher auf, sitzen darunter winzige, bewegliche Punkte – die Milben selbst.

Nach ein bis drei Wochen zeigen sich an der Schnittstelle kleine weiße Höcker. Das ist Kallusgewebe, aus dem die ersten Wurzeln brechen. Jetzt heißt es: nicht anfassen, nicht umsetzen, nicht düngen. Dünger im Wasser verbrennt die zarten Wurzelspitzen und bringt Algen zum Wachsen. Erst wenn mehrere kräftige Wurzeln von drei bis fünf Zentimetern Länge vorhanden sind, wird umgetopft. Wer zu lange wartet, bekommt lange, dünne Wasserwurzeln, die sich beim Einpflanzen abbrechen und den Steckling stark zurückwerfen.

Der Schnitt entscheidet über den Erfolg. Ein Steckling sollte acht bis zwölf Zentimeter lang sein, einen weichen, nicht blühenden Trieb haben und mit einem scharfen, sauberen Messer geschnitten werden. Eine Schere quetscht das Gewebe, die offene Wunde wird schneller braun. Der Schnitt verläuft knapp unter einem Blattknoten, denn dort sitzen die schlafenden Augen, aus denen die Wurzeln austreiben. Die unteren Blätter entfernt man vollständig, damit sie nicht im Wasser faulen und Bakterien nähren. Von den oberen Blättern bleiben zwei bis drei stehen.