4 Dinge über Wasserschosser am Apfelbaum, die den Ertrag retten
Der beste Zeitpunkt liegt im Spätwinter, Ende Februar bis Anfang März, bevor die Knospen austreiben. Ein Schnitt im Herbst ist möglich, aber dann fehlt die klare Sicht auf das Gerüst, weil Laub und Früchte die Triebe verdecken. Wer im Sommer schneidet, riskiert, dass die Pflanze unnötig Kraft in die Wundheilung steckt und die verbleibenden Beeren kleiner bleiben. Bei starkem Befall mit Blattläusen oder Gallmilben kann ein zusätzlicher Sommerschnitt helfen, aber nur als Ausnahme.
Nach dem Schnitt ist keine Wundbehandlung nötig. Baumharz, Wachs oder Pasten schaden mehr, als sie nützen, weil sie Feuchtigkeit einschließen und die natürliche Abschottung verzögern. Der Baum bildet selbst einen Wall aus Kallusgewebe, der die Wunde überzieht. Das dauert je nach Art und Wüchsigkeit ein bis drei Jahre. Wichtig ist, den Schnitt bei trockener Witterung auszuführen, nicht bei Frost und nicht in der Saftzeit des Frühjahrs, wenn die Rinde leicht abreißt.
Nach dem Schnitt braucht der Strauch Unterstützung. Eine Mulchschicht aus Laubkompost hält die Feuchtigkeit und versorgt den Boden langsam mit Nährstoffen. Bei Trockenheit im Sommer ist zusätzliches Gießen sinnvoll, besonders in den ersten Wochen nach dem Eingriff. Ein leichter Aufbau-Schnitt im folgenden Jahr entfernt konkurrierende Jungtriebe und lässt die ausgewählten neuen Äste kräftig heranwachsen. Nach drei Jahren ist der Strauch in der Regel vollständig verjüngt und blüht wieder zuverlässig.
Der beste Zeitpunkt liegt bei den meisten Ziersträuchern direkt nach der Blüte. Wer im Frühjahr schneidet, entfernt oft die Knospen, die im Vorjahr angelegt wurden, und verliert die Blüte des ganzen Jahres. Bei Sommerblühern wie Buddleja oder Hibiscus dagegen kann der Schnitt im zeitigen Frühjahr erfolgen. Entscheidend ist, dass der Strauch nicht in Frostperioden geschnitten wird, weil offene Wunden bei Kälte nicht verheilen und Frostschäden begünstigen.
Der richtige Zeitpunkt liegt im späten Winter, etwa ab Ende Februar bis Anfang April, wenn starke Fröste vorbei sind. Ein Schnitt im Herbst schwächt den Baum, weil die Wunden nicht mehr verheilen. Ein weiterer typischer Fehler: zu kurze oder falsch gesetzte Schnitte. Ein Ast wird immer direkt am Stamm oder an einem stärkeren Ast abgesetzt, ohne Stummel. Zu lange Stummel faulen, zu kurze Schnitte verletzen die Asthals-Rinde. Saubere, scharfe Werkzeuge und ein Schnitt knapp über dem Astkragen sind wichtiger als die Menge des entfernten Holzes.
So wird das Drittel konkret ausgewählt Zunächst werden alle kranken, abgestorbenen und sich kreuzenden Triebe entfernt. Danach sucht man die ältesten Äste am Boden aus – erkennbar an grauer, rissiger Rinde und geringem Zuwachs. Diese werden bodennah abgeschnitten, ohne den Wurzelhals zu verletzen. Ein sauberer, schräger Schnitt knapp über einem nach außen zeigenden Auge fördert den Austrieb in die richtige Richtung. Insgesamt sollte die Summe dieser entfernten Triebe etwa ein Drittel des gesamten Gerüsts ausmachen.
Ein häufiger Fehler ist der Schnitt ins alte Holz, ohne auf schlafende Augen zu achten. Manche Sträucher treiben aus mehrjährigem Holz nur spärlich aus, andere, wie Forsythie oder Weigelie, zuverlässig. Wer unsicher ist, lässt zunächst einen Teil der alten Triebe stehen und beobachtet, wo der Strauch im Folgejahr neue Augen bildet. Ein zweiter typischer Fehler: alle alten Triebe auf einmal wegnehmen, weil der Strauch danach „ordentlicher" aussieht. Das führt oft zu einem Schock und jahrelangem Ausfall der Blüte.
Typische Fehler: Wasserschosser im Winter schneiden, dann treiben sie im Frühjahr umso stärker wieder aus. Zu viel Dünger mit hohem Stickstoffanteil fördert die Bildung neuer Schosser. Wer alle auf einmal entfernt, nimmt dem Baum viel Blattmasse und provoziert noch mehr Wachstum. Besser ist es, über zwei bis drei Jahre verteilt zu arbeiten und den Baum ruhig zu halten. Ein ausgewogener Schnitt, der Licht in die Krone lässt, ist die beste Vorbeugung.
Beginnen Sie mit dem sogenannten Totholz. Dazu zählen abgestorbene, vertrocknete und kranke Äste. Sie erkennen sie an grauer Rinde, fehlenden Knospen und trockenem Holz beim Anritzen. Solche Äste werden zuerst entfernt, weil sie Krankheitserreger beherbergen und Licht wegnehmen. Ebenso weichen Äste, die sich kreuzen oder aneinander reiben. Reibungsstellen sind Eintrittspforten für Pilze und sollten nicht über Jahre bestehen bleiben.
Wer die Drittel-Regel über mehrere Jahre durchhält, vermeidet den radikalen Kahlschlag und erhält die natürliche Form des Gehölzes. Der Strauch dankt es mit kräftigem Austrieb, gesunder Blattmasse und einer Blüte, die nicht mehr nur an den äußersten Zweigspitzen sitzt. Wichtig bleibt: Geduld. Die Verjüngung ist ein Prozess, kein einmaliger Termin.
Alte Sträucher verlieren mit den Jahren ihre Blühfreudigkeit, weil das Innere verkahlt und nur noch dünne, überalterte Triebe stehen bleiben. Ein radikaler Schnitt auf einmal wäre ein Schock, der viele Gehölze nicht mehr austreiben lässt. Deshalb gilt beim Verjüngungsschnitt die Faustregel: pro Jahr höchstens ein Drittel der alten Triebe entfernen. So bleibt genug Blattmasse für die Photosynthese, und der Strauch kann aus dem stehen gebliebenen Holz neue, kräftige Triebe schieben.