5 Dinge über Wasserschosser am Apfelbaum, die den Ertrag retten
Wasserschosser sind senkrecht nach oben wachsende Triebe, die aus schlafenden Augen am mehrjährigen Holz austreiben. Sie entstehen, wenn der Baum stark wächst, etwa nach einem starken Rückschnitt, nach einem nassen Frühjahr oder wenn der Baum zu viel Stickstoff bekommt. Der Apfelbaum schiebt dann aus dem alten Holz neue, kräftige Triebe, die oft länger als einen Meter werden. Sie sind nicht krank, sondern ein Zeichen dafür, dass der Baum zu viel Kraft hat und sie nicht in die Fruchtbildung stecken kann. Wer sie einfach stehen lässt, bekommt eine dichte Krone, in der Früchte schlecht ausreifen und Pilzkrankheiten leichter Fuß fassen.
Zuerst prüfen, ob noch Leben im Holz steckt Bevor irgendetwas geschnitten oder gedüngt wird, stellt man fest, was noch lebt. Mit dem Fingernagel oder einem Messer ritzt man vorsichtig die Rinde an mehreren Stellen ein. Ist darunter grünes, saftiges Gewebe sichtbar, arbeitet der Strauch noch. Braunes, trockenes Holz bedeutet abgestorbene Partien. Solche toten Bereiche schneidet man bis ins gesunde Holz zurück, sonst bieten sie Pilzen und Bakterien eine Eintrittspforte. Wer jetzt panisch nachschneidet, macht den Schaden größer. Der Strauch braucht erst einmal Ruhe, um die verbliebenen Knospen zu mobilisieren.
When you loved this post and you would want to receive details relating to Ossenberg.ch i implore you to visit the site. Die Klinge muss zwei Bedingungen erfüllen: Sie muss scharf sein, und sie muss für den jeweiligen Zweig geeignet sein. Für dünne Triebe bis etwa fingerdick reicht eine Bypass-Schere mit gerader, schlanker Klinge. Sie schneidet wie eine Schere und quetscht das Holz nicht. Für stärkere Äste bis armdick ist eine Bypass-Astschere mit gebogener Klinge richtig, deren Schneide am Amboss vorbeigleitet. Amboss-Scheren drücken das Holz gegen eine Gegenplatte und sind bei lebendem Gewebe tabu, weil sie die Rinde zerquetschen und Risse erzeugen.
Die neuen Triebe erscheinen meist nicht dort, wo man sie erwartet. Viele Straucharten schieben sie aus der Stammbasis oder aus schlafenden Augen am mehrjährigen Holz. Diese Triebe sind zunächst weich und anfällig. Man lässt sie ungestört wachsen, bis sie eine Länge von etwa zwanzig bis dreißig Zentimetern erreicht haben. Jetzt kann man eine Auswahl treffen: Die kräftigsten und bestverteilten Triebe bleiben stehen, schwache und nach innen wachsende werden entfernt. Dieser Auswahl schnitt darf nie mehr als ein Drittel der neuen Triebe kosten, sonst wiederholt sich der Schock.
Wann der Amboss ins Spiel kommt Die Amboss-Schere setzt auf Druck statt auf Gleiten. Eine gerade Klinge trifft auf eine weiche, breite Auflage, den Amboss. Das Holz wird durchtrennt, indem es gegen die Auflage gepresst wird. Für totes Holz, dürre Äste und hartes Gestrüpp ist das die effizientere Methode, Raumteiler Ohne Sichtschutz weil nichts zur Seite ausweichen kann. Der Preis dafür ist ein quetschender Schnitt. Besonders bei lebendem Gewebe entstehen Risse und Stauchungen, http://ossenberg.ch/index.php?title=wer_falsch_auslichtet,_verliert_die_halbe_ernte die nur langsam verheilen und Pilzen sowie Schädlingen Eintritt bieten. Wer also grüne Triebe mit dem Amboss schneidet, schadet der Pflanze mehr, als er ihr nützt.
Die Bypass-Schere arbeitet nach dem Prinzip einer Haushaltsschere. Eine scharfe Klinge gleitet an einer zweiten, oft gebogenen Klinge vorbei. Der Schnitt ist sauber, die Wunde glatt, das Kambium wird nicht gequetscht. Lebendes Holz, also grüne Triebe, junge Zweige und alles, was noch Wasser führt, lässt sich damit präzise formen. Der Nachteil: Bei hartem, trockenem Holz weichen die Klingen seitlich aus. Sie drücken das Material auseinander, statt es zu durchtrennen. Die Folge sind ausgefranste Schnittstellen und ein erhöhter Kraftaufwand.
Nicht jede Art verzeiht einen radikalen Schnitt gleich gut. Arten, die am mehrjährigen Holz blühen, treiben oft willig aus dem alten Holz, blühen aber im Folgejahr nicht. Sorten, die nur an einjährigen Trieben blühen, erholen sich schneller, weil sie ohnehin jedes Jahr neues Holz bilden. Wer sich unsicher ist, lässt die Pflanze ein volles Jahr ohne jeden Schnitt durchwachsen. Die entstandene Naturform zeigt dann zuverlässig, wo der Strauch seine neuen Leittriebe aufbaut. Danach richtet sich jeder weitere Schnitt.
Wer regelmäßig schneidet, kennt das Problem: Dieselbe Schere, die frisches Grün mühelos durchtrennt, rutscht an trockenem Holz ab oder quetscht es. Umgekehrt verschwendet eine für Tot Holz ausgelegte Schere ihre Kraft an saftigem Austrieb. Der Unterschied liegt nicht Beleuchtung im Wohnzimmer Preis oder in der Klingenlänge, sondern in der Geometrie des Schnitts. Zwei Bauarten haben sich durchgesetzt: die Bypass-Schere und die Amboss-Schere. Welche wann taugt, hängt vom Zustand des Holzes ab.
Das Verbot gilt allerdings nicht pauschal für jede Form des Schnitts. Erlaubt bleiben in dieser Zeit schonende Form- und Pflegeschnitte, mit denen der jährliche Zuwachs entfernt wird. Wer also einzelne Triebe zurückschneidet, damit die Hecke ihre Form behält oder der Nachbar nicht über die Grundstücksgrenze wächst, verstößt nicht gegen das Gesetz. Der entscheidende Unterschied liegt im Ausmaß: Ein Rückschnitt um wenige Zentimeter ist Pflege, ein Kahlschlag bis zum Boden ist es nicht.