5 Eigenheiten der Calathea, die über ihr Überleben entscheiden
Praktisch geht man so vor: Zuerst die Tropfen mit einem sauberen, feuchten Tuch abwischen, damit sich kein Nährboden für Rußtaupilze oder Schimmel bildet. Danach den Topf anheben – fühlt er sich schwer an, obwohl die oberste Erdschicht trocken ist, wartet man mit dem nächsten Gießen. Das Substrat sollte zwischen zwei Wassergaben fast vollständig abtrocknen. Ein Umtopfen in eine Mischung aus Rindeneinlage, Perlite und grober Blumenerde verbessert die Drainage. Tontöpfe mit Abzugsloch und eine Schicht Blähton am Boden verhindern, dass Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Steht die Monstera in einem Übertopf ohne Abfluss, gießt man künftig im Waschbecken, lässt abtropfen und setzt sie erst dann zurück.
Die Glücksfeder, botanisch Zamioculcas zamiifolia, gilt als eine der genügsamsten Zimmerpflanzen überhaupt. Sie stammt aus den Trockengebieten Ostafrikas und speichert Wasser in ihren fleischigen Blattstielen sowie in knolligen Rhizomen unter der Erde. Genau diese Speicherorgane sind der Grund, warum die Pflanze wochenlange Vernachlässigung übersteht, aber auch der Grund, warum die meisten Pflegefehler erst Wochen später sichtbar werden. Wer das versteht, hört auf, ständig nachzubessern, und lässt die Pflanze einfach arbeiten.
Die Korbmarante, botanisch Calathea, stammt aus dem Unterwuchs tropischer Regenwälder. Dort ist das Licht gedämpft, die Luftfeuchtigkeit liegt dauerhaft hoch und der Boden bleibt feucht, aber nie nass. Wer diese Bedingungen nachbaut, hält die Pflanze jahrelang. Wer sie ignoriert, verliert sie innerhalb weniger Wochen an braunen Blatträndern, eingerollten Blättern oder einem plötzlichen Zusammenbruch. Das Problem ist selten die Pflanze selbst, sondern die Umgebung, die wir ihr bieten.
Nach dem Reinigen sollte die Pflanze nicht sofort gegossen werden. Das Substrat ist durch das Abtropfwasser oft schon feucht genug, und Staunässe ist schädlicher als ein trockener Tag. Wer diese einfachen Regeln beachtet, tut seiner Pflanze etwas Gutes, ohne viel Aufwand zu betreiben.
Blattrollen hat mehrere Ursachen: Trockenheit, Zugluft, direkte Sonne oder ein plötzlicher Standortwechsel. Prüfen Sie zuerst die Erde, dann die Luftfeuchtigkeit, dann das Licht. Braune Blattspitzen deuten fast immer auf kalkhaltiges Wasser oder zu niedrige hin. Schneiden Sie betroffene Blätter nicht komplett ab, solange der grüne Teil noch Photosynthese leistet. Entfernen Sie nur den braunen Rand mit einer sauberen Schere, ohne das gesunde Gewebe zu verletzen.
Feuchtigkeit ist kein Gießproblem, sondern ein Luftproblem Braune Blattränder sind der häufigste Fehler. Viele gießen daraufhin mehr, doch die Ursache liegt selten im Substrat. Calathea verlangt eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 Prozent. Heizungsluft im Winter senkt sie auf 30 Prozent und weniger. Stellen Sie die Pflanze auf eine Schale mit Blähton und Wasser, ohne dass der Topf eintaucht, oder gruppieren Sie mehrere Pflanzen zusammen. Besprühen hilft nur kurzzeitig und kann bei kalkhaltigem Wasser sogar Flecken verursachen. Ein Luftbefeuchter ist die zuverlässigste Lösung.
Die richtige Erde entscheidet über die Wurzelgesundheit. Verwenden Sie eine lockere Mischung aus Torf, Perlite und Rinde, die Wasser speichert, aber überschüssiges Wasser abführt. Verdichtete Blumenerde aus dem Baumarkt führt zu Wurzelfäule, weil sie zu lange nass bleibt. Umtopfen ist alle ein bis zwei Jahre nötig, am besten im Frühjahr. Dabei werden abgestorbene Wurzeln entfernt und der Ballen vorsichtig gelockert. Ein zu großer Topf ist ein typischer Anfängerfehler: Die Erde trocknet nicht gleichmäßig ab und die Wurzeln faulen im feuchten Kern.
Für die meisten Zimmerpflanzen genügt ein weiches, feuchtes Tuch. Lauwarmes Wasser reicht aus; Seife oder Spülmittel sollten nur bei hartnäckigem Schmutz und dann sehr sparsam verwendet werden, denn Rückstände können die Wachsschicht der Blätter angreifen. Bei Pflanzen mit großen, glatten Blättern wie Gummibaum oder Monstera zieht man das Tuch vorsichtig über die Blattoberseite und stützt die Blattunterseite mit der anderen Hand ab. So vermeidet man Knicke und Risse.
Auch das Gießverhalten verrät viel. Läuft Wasser sofort unten heraus, obwohl die Erde oben trocken wirkt, hat sich ein Spalt zwischen Ballen und Topfwand gebildet – die Erde schrumpft, weil sie von Wurzeln durchzogen ist. Umgekehrt kann ein zu kleiner Topf dazu führen, dass die Erde innerhalb eines Tages austrocknet. Beide Extreme zeigen dasselbe Problem.
Ein weiterer typischer Fehler ist der falsche Dünger. Calathea wächst langsam und braucht nur wenig Nährstoffe. Eine Überdüngung verbrennt die Wurzeln und äußert sich in braunen Blattspitzen, die oft fälschlich als Luftfeuchtigkeitsproblem gedeutet werden. Düngen Sie von März bis September alle vier Wochen mit stark verdünntem Flüssigdünger. Im Winter setzen Sie vollständig aus. Wer neu gekaufte Pflanzen sofort umtopft und düngt, überfordert sie zusätzlich.