6 Schritte zur dichten und kalkfreien Duschkabine – ohne Pfusch
Wer sich nicht zutraut, die Wand selbst zu öffnen, kann einen Kompromiss wählen: eine Aufputz-Verlängerung. Dazu schrauben Sie ein schmales Kabelkanal-System an der Wand entlang bis zur neuen Position. Das sieht zwar nicht so elegant aus wie eine Unterputzlösung, spart aber jede Menge Arbeit und Staub. Wichtig ist nur, dass Sie das Kanalprofil exakt an den Ecken zuschneiden und die Abdeckung bündig aufliegt – dann fällt die Leitung kaum noch auf. Wenn Sie sich trotzdem für die Unterputzvariante entscheiden, planen Sie einen halben Tag ein und halten Sie genügend Ersatzmaterial bereit. Mit der richtigen Vorbereitung bleibt der alte Schalter genau dort, wo er hingehört – ohne dass Sie die halbe Wand aufstemmen müssen.
Alte Fugen sauber und tief genug entfernen – darauf kommt es an Nutzen Sie einen Fugenkratzer oder ein scharfes Messer, um die Zementfugen entlang der Fliesenkanten aufzuritzen. Arbeiten Sie sich dabei von der Mitte der Fuge zu den Rändern vor. Die Fuge sollte mindestens zwei Drittel ihrer Tiefe entfernt werden, damit die neue Masse genügend Halt findet. Ein häufiger Fehler ist, nur die oberste Schicht abzukratzen – die neue Fuge liegt dann nur oberflächlich auf und platzt schnell wieder heraus. Nach dem Ausschaben saugen Sie den Staub gründlich ab und wischen die Flächen mit einem leicht feuchten Tuch aus. Lassen Sie die Fliesen danach vollständig trocknen, bevor Sie neu verfugen.
Viele Flure haben keine natürliche Lichtquelle, daher ist die künstliche Beleuchtung entscheidend. Eine einzelne Deckenlampe erzeugt harte Schatten und lässt den Raum oft kleiner wirken. Besser ist eine Kombination aus warmer Grundbeleuchtung und einer gerichteten Lichtquelle an der Sitzbank. Eine Wandlampe mit Schirm nach oben und unten verteilt das Licht gleichmäßig. Für die Suche nach Schlüsseln oder Briefen reicht das oft nicht: Platzieren Sie eine kleine Leuchte direkt über der Ablagefläche, damit Sie nicht im Dunkeln tasten müssen. Vermeiden Sie jedoch Lampen mit grellem, kaltem Licht, das den Flur in eine Praxisatmosphäre taucht.
Bevor Sie die neue Fugenmasse anmischen, prüfen Sie die Verarbeitungshinweise auf der Verpackung. Rühren Sie nur so viel an, wie Sie in etwa 20 Minuten verarbeiten können, da Zementmörtel schnell abbindet. Tragen Sie die Masse mit einem Gummispachtel oder einem Fugengummi diagonal über die Fugen auf. Drücken Sie die Masse dabei fest in die Fugen, sodass keine Lufteinschlüsse entstehen. Anschließend ziehen Sie die überschüssige Masse mit der glatten Seite des Fugengummis ab. Je sauberer Sie hier arbeiten, desto weniger Nacharbeit ist später nötig.
Wenn die Tür im Sommer klemmt, aber im Winter wieder einwandfrei schließt, stellen Sie den Anpressdruck nicht nur für die heißen Monate ein. Besser ist es, einen Kompromiss zu finden: Justieren Sie die Tür so, dass sie bei mittleren Temperaturen schließt, ohne zu klemmen. Dafür drehen Sie die Exzenter an der Flügelseite in Richtung der Dichtung, bis der Widerstand spürbar zunimmt. Achten Sie darauf, dass die Dichtung nicht dauerhaft stark zusammengedrückt wird – sonst verliert sie ihre Elastizität und wird spröde. Ein typischer Fehler ist, den Anpressdruck so weit zu erhöhen, dass die Tür zwar dicht ist, aber die Mechanik überlastet. Die Folge ist ein verhärteter Schließzylinder und ein erhöhter Kraftaufwand beim Öffnen.
Ein typischer Fehler beim Verfugen ist, die Fugen zu früh oder zu spät zu glätten. Warten Sie etwa 15 bis 30 Minuten, bis die Masse leicht angetrocknet ist. Dann befeuchten Sie einen Schwamm und wischen die Fliesenoberfläche in kreisenden Bewegungen ab. Dabei sollten Sie den Schwamm regelmäßig auswringen, um die Zementreste nicht wieder auf den Fliesen zu verteilen. Nach dem ersten Abwaschen bildet sich oft ein feiner Schleier auf den Fliesen – diesen entfernen Sie nach vollständiger Trocknung mit einem trockenen Tuch oder einem speziellen Zementschleierentferner.
Achten Sie darauf, die Fugen während der Trocknungszeit nicht zu belasten. Feuchtigkeit und mechanische Einwirkungen in den ersten 24 Stunden können die Haftung beeinträchtigen. Wenn Sie das Bad vor Ablauf dieser Zeit nutzen müssen, lüften Sie ausreichend und vermeiden Sie stehendes Wasser auf den frischen Fugen. Nach etwa zwei Tagen sind die Fugen vollständig ausgehärtet und können problemlos mit Wasser und milden Reinigungsmitteln behandelt werden.
Ein typischer Fehler ist das blinde Vertrauen in den Leitungssucher. Viele günstige Geräte melden nur Spannung, nicht aber stromlose Leitungen oder Metallrohre. Deshalb sollten Sie vor dem Fräsen zusätzlich vorsichtig mit einem Bohrer an der geplanten Strecke testen: Wenn Sie auf unerwarteten Widerstand stoßen, stoppen Sie sofort. Ein weiterer Klassiker unter den Fehlern ist das Vergessen der Leitungsreserve. Klemmen Sie die Adern nicht zu kurz ab – im Altbau sind die Drähte oft brüchig, und wenn Sie später die Schalterdose wechseln müssen, fehlt Ihnen das Stück Kupfer, um die Verbindung erneut herzustellen. Lassen Sie immer mindestens zehn Zentimeter über die Wandoberfläche hinausstehen.