Warum reißt der Hohlsaum beim ersten Waschen ein?
Der Unterschied zwischen gemessener und konstruierter Höhe Die konstruierte Armlochhöhe im Schnitt ist ein rechnerischer Wert. Sie entsteht aus Brustumfang, Rückenbreite und der gewünschten Bequemlichkeit. Die gemessene Höhe am fertig genähten Oberteil weicht fast immer davon ab, und zwar nach unten: Jede Naht frisst Stoff, jede Rundung zieht die Kante nach innen. Wer eine enganliegende Ärmelkugel einnähen will, muss zuerst diese reale Höhe kennen. Erst dann lässt sich die Ärmelkugel entsprechend formen – flacher für ein niedriges Armloch, höher und runder für ein tiefes.
Worauf es bei der Muschelkante wirklich ankommt Die Muschelkante arbeitet man direkt über den Stoffrand. Zuerst werden die Kanten mit einem festen Überwendlichstich gesäumt, damit keine Fäden auslaufen. Dann sticht man in regelmäßigen Abständen vom Rand nach innen und führt den Faden in weiten Bögen zurück, sodass halbrunde Schlingen entstehen. Diese Schlingen werden mit dichten, gleichmäßigen Stichen umwickelt, bis eine feste Muschelform entsteht. Der Abstand zwischen den Muscheln sollte immer gleich groß sein, sonst wirkt die Kante unruhig.
Die fertigen Schrägbandrollen kühl und trocken lagern. Direkte Sonne vermeiden, weil die Farbe ausbleichen kann. Wer das Band aus vorbereiteten Streifen herstellt, spart nicht nur Geld, sondern hat auch die Kontrolle über Material und Breite. Mit etwas Übung dauert die Herstellung eines Meters Band nicht länger als fünf Minuten.
So setzt du den Stich, ohne dass die Naht sichtbar wi
Zum Messen wird das Oberteil auf links gedreht und flach hingelegt. Vorder- und Rückenteil liegen dabei exakt aufeinander an der Seitennaht. Nun wird ein Lineal oder Maßband energiesparendes Wohnen senkrecht von der obersten Schulterkante bis zur tiefsten Stelle des Armlochs gelegt – also bis dorthin, wo die Seitennaht auf die Achselhöhle trifft. Diese Strecke ist die entscheidende Höhe. Sie wird nicht am Schnittmusterpapier abgelesen, weil sich die Nahtzugaben und die Dehnung des Stoffes erst beim Verarbeiten zeigen. Wer hier schätzt, produziert später Falten, die sich nicht mehr ausbügeln lassen.
Für eine wirklich passende enganliegende Ärmelkugel wird die gemessene Armlochhöhe mit der Ärmelkugelhöhe verglichen. If you loved this write-up and you would such as to receive more info regarding Raumteiler ohne Sichtschutz kindly see the web site. Beide Werte sollten bis auf wenige Millimeter übereinstimmen, sonst entsteht Spannung. Ist die Ärmelkugel höher als das Armloch, drückt sie die Schulterpartie nach oben und bildet Querfalten. Ist sie niedriger, hängt der Ärmel durch und wirft Längsfalten an der Innenseite. Die Korrektur erfolgt am Schnitt der Ärmelkugel, nicht am Armloch – das Armloch bleibt in seiner Form, weil es die Passform des Oberteils bestimmt.
Ein weiterer typischer Fehler ist eine falsche Garnstärke. Ein dicker Faden in der Spule und ein dünner Faden oben erzeugen unterschiedliche Spannungen, die sich nicht ausgleichen lassen. Auch eine abgenutzte oder verbogene Nadel kann den Faden nicht sauber in den Stoff führen. Die Nadel muss zur Stoffart und Garnstärke passen, gerade sitzen und darf keine Widerhaken haben. Bei feinen Stoffen reicht oft schon eine dünnere Nadel, damit der Faden gleichmäßig durchläuft.
Eine enganliegende Ärmelkugel sitzt nur dann glatt, wenn die Armlochtiefe exakt zur Ärmelhöhe passt. Schon ein Zentimeter Abweichung reißt entweder Zugfalten quer über den Oberarm oder drückt den Stoff an der Schulter zusammen. Bevor die Ärmelnaht geschlossen wird, muss deshalb die tatsächliche Durchgangshöhe des Armlochs gemessen werden – nicht die theoretische aus dem Schnittmuster, sondern die, die der Stoff nach dem Zusammennähen von Schulter- und Seitennähten wirklich bildet.
Typische Fehler entstehen beim Messen an der falschen Stelle. Viele legen das Maßband schräg oder messen vom Halsansatz aus. Andere ziehen den Stoff beim Messen straff, obwohl er später lose fallen soll. Ein weiterer Fehler: Die Schulternaht ist noch offen, das Armloch hat keine feste Kante und die Messung fällt zu groß aus. Wer dann die Ärmelkugel anpasst, wundert sich, dass der Ärmel zu weit wird.
Ein Hohlsaum und eine Muschelkante gehören zu den saubersten Abschlüssen, die man an Tischdecken, Bettwäsche oder Kleidungsstücken von Hand arbeiten kann. Beide Techniken verlangen Geduld, exaktes Zählen der Fäden und ein Verständnis dafür, wie der Stoff unter der Nadel liegt. Wer sie beherrscht, kann auf jede Nähmaschine verzichten und erhält Kanten, die auch nach vielen Wäschen ihre Form halten.
Ein häufiger Fehler ist zu dickes Garn. Wer mit Sticktwist in voller Stärke arbeitet, bekommt klobige Muscheln, die den Stoff verziehen. Besser ist ein einzelner Faden, der sich glatt in das Gewebe legt. Ebenso problematisch ist eine zu lockere Spannung: Die Muscheln verlieren dann ihre runde Form und hängen durch. Umgekehrt darf der Faden nicht zu straff gezogen werden, weil sich der Stoff sonst kräuselt.
Der häufigste Fehler ist der Zug auf den Faden. Viele arbeiten mit zu hoher Spannung, weil sie glauben, dadurch sauberere Kanten zu bekommen. Das Gegenteil ist der Fall: Der Stoff wellt sich, die Stege ziehen sich zusammen, und die gesamte Arbeit lässt sich nicht mehr glatt bügeln. Ebenso problematisch ist eine zu weiche Nadel. Sie verbiegt sich beim Ziehen der Fäden und reißt die Webfäden ein, die eigentlich stehen bleiben sollen. Eine kurze, spitze Sticknadel mit kleinem Öhr ist hier die bessere Wahl. Beim Wickeln der Bündel sollte der Faden niemals doppelt genommen werden, sonst entsteht ein ungleichmäßiges Bild.