Warum verliert die Calathea Blätter, obwohl Sie sie pflegen?
Ein häufiger Fehler ist das Gießen in kleinen Schlucken. Dabei wird nur die oberste Schicht befeuchtet, während die tieferen Wurzeln trocken bleiben. Besser ist es, seltener, aber durchdringend zu gießen, bis das Wasser unten aus dem Topf austritt. Nach zehn bis fünfzehn Minuten die Unterschale leeren, damit keine Staunässe entsteht. Im Garten gießt man morgens, damit die Blätter bis zum Abend abtrocknen und Pilzkrankheiten vermieden werden.
Die Temperatur sollte ganzjährig zwischen 18 und 24 Grad liegen. Kalte Zugluft vom Fenster oder Fußboden verursacht Blattflecken. Auch ein Standort neben einer Heizung ist ungeeignet. Im Sommer verträgt die Pflanze einen halbschattigen Platz auf dem Balkon, sobald die Nachttemperaturen über 15 Grad bleiben. Düngen Sie von April bis September alle vier Wochen mit einem flüssigen Zimmerpflanzendünger in halber Konzentration.
Beim Umtopfen gilt: Der neue Topf sollte zwei bis vier Zentimeter größer im Durchmesser sein als der alte. Ein zu großer Sprung ist ein typischer Anfängerfehler – die Erde bleibt dann lange feucht, Wurzeln faulen, bevor sie den neuen Raum erobern. Vor dem Einsetzen den Ballen lockern, abgestorbene Wurzeln mit sauberer Schere entfernen und frische, durchlässige Erde verwenden. Anschließend angießen, aber nicht düngen. In den ersten zwei Wochen schattiger stellen.
Feine Netze richtig deuten Die Netze sitzen meist an der Blattunterseite, in Blattachseln, an Triebspitzen oder zwischen Blüten und Stängeln. Bei trockener, warmer Luft sind sie deutlicher sichtbar. Ein häufiger Fehler ist, die Fäden mit Spinnweben harmloser Spinnen zu verwechseln. Spinnmilbennetze sind dichter, unregelmäßiger und laufen oft entlang der Blattadern. Wer unsicher ist, hält ein weißes Papier unter das Blatt und klopft leicht dagegen: Fallen winzige, sich bewegende Punkte auf das Papier, ist der Befall bestätigt.
Die Korbmarante, botanisch Calathea, gilt als zickig. Das stimmt, aber die Pflanze stellt keine Launen, sondern klare Bedingungen. Wer sie versteht, bekommt Blätter, die sich abends schließen und morgens wieder öffnen. Wer sie falsch behandelt, sieht innerhalb weniger Wochen braune Ränder, eingerollte Blätter und vertrocknete Spitzen. Der häufigste Fehler ist nicht zu wenig Pflege, sondern die falsche Kombination aus Wasser, Luft und Licht.
Ein häufiger Fehler ist das Abduschen bei praller Sonne oder direkt danach. Wassertropfen auf den Blättern wirken wie kleine Brenngläser und verursachen braune Flecken. Besser ist der frühe Morgen oder ein bedeckter Nachmittag. Auch zu kaltes Wasser aus der Leitung im Winter kann Chlor und Kalk enthalten, der sich als weißer Belag auf den Blättern absetzt. Wer weiches Wasser hat, spült mit Regenwasser nach. Bei hartem Wasser empfiehlt sich ein finaler Sprühstoß mit destilliertem Wasser, damit keine Kalkränder bleiben.
Beginnen wir beim Gießen. Calathea will feucht, aber nie nass stehen. Ein üblicher Fehler: täglich ein kleiner Schluck Wasser. Das führt zu Staunässe im unteren Topfbereich und zu Wurzelfäule. Besser ist es, den Topf alle zwei bis drei Tage anzuheben. Ist er leicht, wird durchdringend gegossen, bis Wasser unten austritt. Danach mindestens zehn Minuten abtropfen lassen. Kalkhaltiges Wasser schadet den Blatträndern. Abgekochtes, gefiltertes oder Regenwasser ist die einfachere Lösung.
Schädlinge sind ein Symptom, keine Ursache. Spinnmilben treten fast nur bei trockener Luft auf. Wer die Luftfeuchtigkeit stabil hält, beugt ihnen vor. Ein Befall zeigt sich an feinen Gespinsten und silbrigen Punkten. Helfen kann Abwischen der Blätter mit lauwarmem Wasser und eine kurzfristige Erhöhung der Feuchtigkeit. Chemische Mittel sind selten nötig, wenn der Standort stimmt. Thripse erkennt man an silbrigen Streifen; auch hier ist die beste Maßnahme, die Pflanze nicht zu trocken zu halten.
Zur Früherkennung gehört eine feste Routine: ein- bis zweimal pro Woche die Unterseiten der mittleren und unteren Blätter kontrollieren, besonders bei warmem, trockenem Wetter und an Zimmerpflanzen nahe Heizungen. Stecklinge, Neukäufe und überwinterte Kübelpflanzen werden für einige Tage separat gestellt und genau geprüft. Wer erst handelt, wenn Netze sichtbar sind, hat bereits mit einer starken Population zu tun – dann reicht es meist nicht mehr, nur die befallenen Blätter zu entfernen.
Licht ist der zweite Stolperstein. Calathea verträgt keine direkte Mittagssonne. Schon eine Stunde hinter Glas kann Blätter verbrennen. Ein halbschattiger Platz nach Norden oder Osten ist gut, ein Vorhang vor einem Südfenster ebenfalls. Gleichzeitig braucht die Pflanze Helligkeit, sonst verliert sie die charakteristische Zeichnung. Wer den Topf regelmäßig dreht, verhindert einseitiges Wachstum. Im Winter ist zusätzliches Licht über einer gewöhnlichen Lampe meist nicht nötig, solange der Standort hell genug bleibt.
Wer diese drei Größen im Blick behält – Wasser ohne Staunässe, hohe Luftfeuchtigkeit, indirektes Licht –, wird feststellen, dass Calathea nicht schwierig ist. Sie reagiert nur schneller als andere Pflanzen. Ein brauner Blattrand ist keine Katastrophe, sondern eine Information. Wer sie liest und den Standort anpasst, hat lange Freude an einer Pflanze, die sich täglich sichtbar bewegt.