Wenn Die Badewanne Bleibt: So Planen Sie Die Renovierung Klug
Vergessen Sie nicht die Laibungskanten zum Fensterbrett und zur Wand. Hier entstehen oft scharfe Übergänge, die schnell unsauber aussehen. Eine schmale Zierleiste aus demselben Holz kaschiert sowohl Schnittkanten als auch kleine Unebenheiten. Befestigen Sie die Leisten mit feinen Nägeln und versenken Sie die Köpfe. Die so entstandenen Löcher fallen nach dem Spachteln und Streichen kaum noch auf. Alternativ können Sie die Leisten mit Kleber fixieren und mit Malerband fixieren, bis der Kleber hält.
Der dritte Weg ist die grundlegende Sanierung durch den Vermieter, die meist bei Schimmelpilzbefall, Rohrbruch oder altersbedingten Schäden anfällt. Als Mieter hast du hier kaum Kosten, aber ein Mitspracherecht bei der Materialwahl. Nutze diese Gelegenheit, um etwa eine bessere Belüftung oder eine wassersparende Armatur vorzuschlagen – das senkt langfristig deine Nebenkosten. Achte darauf, dass die Arbeiten von qualifizierten Fachbetrieben durchgeführt werden und du vorab schriftlich informiert wirst, wie lange die Baustelle dauert. Ein häufiger Streitpunkt ist die Mietminderung während der Bauzeit – sie ist nur gerechtfertigt, wenn die Wohnung tatsächlich unbewohnbar ist oder die Nutzung stark einschränkt.
Pflanzenhecken wie immergrüne Kirschlorbeer oder schnell wachsende Bambusarten sind die lebendigste Lösung. Sie benötigen jedoch Zeit: Eine Hecke aus jungen Pflanzen schließt erst nach ein bis zwei Saisons vollständig. Bis dahin hilft ein provisorischer Zaun, der später entfernt wird. Bei der Pflanzung sollten Sie einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern zum Nachbargrundstück einhalten – sonst gibt es Streit um die Zweige. Ein häufiger Fehler ist die Wahl nicht winterharter Exoten: Eine mediterrane Olive übersteht den nordeuropäischen Winter nur mit aufwendigem Schutz. Setzen Sie besser auf heimische oder zumindest winterfeste Arten wie Hainbuche, Eibe oder Feuerdorn. Diese sind pflegeleicht und bieten gleichzeitig Vögeln einen Lebensraum.
Akustikpaneele sind das wirksamste Mittel gegen gezielte Problemlagen – etwa wenn das Zimmer an ein Wohnzimmer grenzt und tiefe Bässe von der Stereoanlage durchdringen. Allerdings wirken sie nicht, wenn man sie wahllos verteilt. Die wirksamste Position ist die Wand, auf die der Schall direkt trifft, also meist die Wand hinter dem Schreibtisch oder dem Bett. Paneele in den Ecken oder hinter dem Schrank bringen wenig, da sie dort kaum Schallwellen abbekommen. Ein weiterer Fehler: zu wenige Paneele. Ein einzelnes 60/60-Zentimeter-Panel in einem 15-Quadratmeter-Zimmer ist wirkungslos. Erst wenn mindestens zehn Prozent der Wandfläche mit absorbierenden Materialien bedeckt sind, wird der Effekt hörbar.
Für die Verkleidung eignen sich dünne Holzplatten wie etwa dreischichtige Furnierplatten oder Sperrholz mit einer Stärke von 6 bis 9 Millimetern. Dickere Platten erzeugen unnötige Spannung im Material und können sich bei Temperaturschwankungen werfen. Wichtig ist, das Holz vor dem Zuschnitt im Raum zu akklimatisieren: Legen Sie die Platten mindestens 48 Stunden flach in den Raum, in dem sie verbaut werden sollen. So gleicht sich die Holzfeuchte an die Umgebung an, und späteres Verziehen wird deutlich reduziert. Schneiden Sie die Platten mit einer feinen Säge oder einem Messer mit Führungsschiene – ausgefranste Kanten sind später nur schwer zu kaschieren.
Wer in einer Altbauwohnung die Fensterlaibung mit dünnen Holzplatten verkleiden möchte, steht oft vor einer krummen Wand. Anders als bei Neubauten sind die Laibungen hier selten lotrecht, oft haben sie eine unregelmäßige Tiefe oder alte Putzreste. Der entscheidende Punkt vor dem Zuschnitt: Die Platten dürfen nicht nach der Wasserwaage ausgerichtet werden, sondern müssen sich der bestehenden Geometrie anpassen. Messen Sie deshalb an jeder Fensterseite mehrfach – oben, in der Mitte und unten – und übertragen Sie die Maße einzeln auf die Platte. Nur so vermeiden Sie später klaffende Fugen am Übergang zum Fensterrahmen.
Raffrollos oder Faltstores aus wetterfestem Stoff sind die flexible Alternative: Sie lassen sich bei Sonnenschein ganz öffnen und bei Bedarf auf wenige Zentimeter über dem Boden absenken. Die Montage erfolgt meist an einer bestehenden Überdachung oder einem stabilen Geländer. Wichtig ist, dass die Stoffe aus UV-beständigem Material wie Acryl oder beschichtetem Polyester bestehen. Billige Varianten bleichen nicht nur aus, sie werden nach Regen auch schnell schimmelig. Achten Sie auf eine straffe Führung an den Seiten – sonst schlägt das Rollo bei jeder Böe gegen das Geländer und erzeugt Lärm. Befestigen Sie das untere Ende zusätzlich mit Haken oder Klettbändern am Boden, dann bleibt es auch bei Wind ruhig.
Beginnen Sie mit einer gründlichen Reinigung: Entfernen Sie Staub, Fett und lose Partikel mit einem feuchten Tuch und lassen Sie die Fliesen vollständig trocknen. Danach kontrollieren Sie jede Fuge: Sind einzelne Fliesen lose oder weisen sie tiefe Risse auf, müssen diese vorab mit Spachtelmasse oder einem geeigneten Reparaturmörtel ausgebessert werden. Tiefe Unebenheiten gleichen Sie mit einer selbstverlaufenden Ausgleichsmasse aus, die speziell für Fliesenuntergründe geeignet ist. Messen Sie anschließend mit einer langen Wasserwaage in alle Richtungen – ein Höhenunterschied von mehr als zwei Millimetern auf einem Meter führt später zu hörbaren Knackgeräuschen oder sogar zu beschädigten Verbindungen.