Jump to content

Wenn Die Dehnungsfuge Am Wandanschluss Fehlt

From Babylon SIGNALIS Wiki

Bei Porenbeton und Hohlblockstein hilft ein Dübel mit großer Spreizfläche, der sich über mehrere Stege verteilt. Ein normaler Dübel findet in den weichen Stegen kaum Widerstand und dreht durch. Wer unsicher ist, bohrt probeweise ein kleines Loch und prüft den Ausbruch: Körniger, sandiger Staub deutet auf weichen Stein, feiner heller Staub auf Gipskarton, rötlicher Staub auf Ziegel.

Bei der Sanierung sind drei Fehler besonders verbreitet. Erstens werden Randdämmstreifen vergessen oder nachträglich durch Mörtel überbrückt, wodurch der schwimmende Estrich akustisch an die Wand angebunden wird. Zweitens werden Rohrleitungen und Fußleisten starr durch die Dämmschicht geführt. Drittens wird die vorhandene Einschubschüttung entfernt, ohne sie durch ein gleichwertiges Material zu ersetzen. Jede dieser Änderungen kann die Trittschalldämmung verschlechtern, selbst wenn teure Dämmplatten verbaut wurden.

Zuerst den Untergrund begutachten. Auf Raufaser, gestrichenem Beton oder alter Farbe hält kein Fliesenkleber dauerhaft. Die Wand muss fest, trocken, sauber und tragfähig sein. Lose Putzschichten mit dem Spachtel abstoßen, Staub absaugen, Fettflecken mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel entfernen. Saugende Untergründe wie Gipskarton oder Kalksandstein vorher mit einer Grundierung behandeln, sonst entzieht die Wand dem Kleber das Wasser und die Fliese sitzt nach wenigen Tagen lose.

Ein typischer Fehler ist, den Untergrund nicht vorzubereiten. Staub, alte Farbreste oder lose Putzstellen verhindern, dass die neue Schicht hält. Die Wand wird abgebürstet, stark saugende Flächen werden vorgenässt oder mit einer Grundierung behandelt, damit der Putz nicht zu schnell Wasser verliert. Auch das Mischungsverhältnis muss stimmen, zu dünn angerührte Masse läuft an der Wand herunter und hinterlässt Riefen. Bei größeren Flächen lohnt es sich, in Abschnitten zu arbeiten und die Übergänge noch frisch zu verschlichten.

Am Ende entscheidet nicht der erste Blick, sondern das Licht. Streiflicht von der Seite zeigt jede Welle. Wer die Wand nach dem Trocknen mit einer Lampe dicht an der Oberfläche abfährt, erkennt sofort, wo nachgespachtelt werden muss. Erst wenn die Schnur überall denselben Abstand zur Fläche zeigt, ist die Wand gerade genug für Anstrich, Tapete oder Fliesen. Der Aufwand mit Schnur und Spachtel ist gering Beleuchtung im Wohnzimmer Vergleich zu dem Ärger, den eine krumme Wand über Jahre macht.

Zwischen den einzelnen Lagen wird kontrolliert. Die gespannte Schnur bleibt während der gesamten Arbeit an ihrem Platz, daran wird immer wieder geprüft, ob die neue Fläche der Zielgeraden folgt. Wer nur nach Augenmaß arbeitet, verliert schnell die Kontrolle, weil der Putz beim Trocknen leicht schwindet. Besonders in Raumecken und an Heizkörpernischen sind die Abweichungen oft größer als in der Mitte der Wand. Dort muss mehr Material aufgetragen werden, während die Übergänge fließend auslaufen.

Ein häufiger Fehler ist, die Fliese mit der Sichtseite nach unten zu schneiden. Beim Winkelschleifer tritt der Ausbruch auf der Oberseite aus, also dort, wo die Scheibe das Material verlässt. Dreht man die Fliese um, wandert dieser Ausbruch auf die Rückseite und die sichtbare Kante bleibt sauber. Bei Bohrungen für Armaturen oder Steckdosen gilt dasselbe: erst mit einem dünnen Bohrer durchbohren, dann mit der Trennscheibe vorsichtig verbinden. Wer sofort mit voller Drehzahl arbeitet, riskiert Risse, die erst später sichtbar werden.

Wer die Dehnungsfuge ignoriert, spart an einer Stelle, die später ein Vielfaches kostet. Der Schaden betrifft nicht nur die Optik, sondern auch die Funktion: Eindringende Feuchtigkeit kann den Estrich oder den Untergrund schädigen. In Räumen mit Fußbodenheizung verschärft sich das Problem, weil die Bewegungen größer sind. Deshalb gilt: Lieber einmal mehr kontrollieren, ob die Fuge wirklich durchgehend ist, als später den gesamten Bodenbelag erneuern zu müssen.

Nach Abschluss der Arbeiten ist eine Kontrollmessung sinnvoll, bevor der Boden endgültig belegt wird. So lassen sich Fehler noch korrigieren, ohne den fertigen Aufbau wieder zu öffnen. Wer im Altbau den Bodenaufbau prüft, sollte den Trittschall nicht isoliert betrachten, sondern immer zusammen mit Luftschall, Deckenkonstruktion und den tatsächlichen Nutzungswegen. Nur dann führt die Prüfung zu einer Entscheidung, die den Alltag tatsächlich leiser macht.

Trittschallmessung im Altbau richtig einordnen Messungen nach den üblichen Verfahren mit Hammerwerk und Norm-Hammerwerk liefern nur dann verwertbare Ergebnisse, wenn Randbedingungen stimmen. Im Altbau sind die Räume oft kleiner und unregelmäßiger als in Neubauten. Dadurch weichen die Messflächen von der Norm ab. Wichtig ist, mehrere Positionen zu erfassen und den ungünstigsten Wert zu dokumentieren, nicht den besten. Ebenso muss die Empfangsraum-Korrektur beachtet werden. Wer nur einen einzelnen Wert notiert, Raumteiler ohne Sichtschutz Raumgröße, Nachhallzeit und Frequenzbereich anzugeben, kann später keine Maßnahme begründen.

If you adored this article therefore you would like to receive more info concerning nachhaltige Renovierung please visit our web-site.