Wenn Sie umziehen, prüfen Sie Rauchmelder, Fluchtweg und Materialien
Der häufigste Fehler ist, die Spachtelmasse direkt auf das Loch zu geben und glatt zu streichen. Das Ergebnis: eine eingesunkene oder leicht erhabene Stelle, die beim Streichen deutlich sichtbar bleibt. Die Wand ist keine ebene Fläche, sondern hat eine feine Struktur, die der Spachtel nicht automatisch nachbildet. Entscheidend ist, die Umgebung des Lochs vorzubereiten. Für Dübellöcher bis etwa acht Millimeter genügt es, die Ränder mit einem scharfen Messer zu entgraten. Bei größeren Löchern, etwa nach dem Entfernen von Regalen, sollte man die Kanten vorsichtig mit einem Spachtel anlösen und lose Partikel entfernen.
Ein weiterer, oft übersehener Punkt ist die Raumluft. Hohe Luftfeuchtigkeit in Bad oder Küche kann dazu führen, dass sich an kalten Wänden Kondenswasser bildet. Wenn Sie also nach dem Streichen wieder dunkle Stellen entdecken, prüfen Sie zuerst, ob die Wand wirklich dauerhaft feucht ist oder ob sie nur morgens nach dem Duschen nass wird. Ein einfaches Hygrometer hilft, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu kontrollieren. Liegt sie dauerhaft über 60 Prozent, sollten Sie regelmäßig stoßlüften, also mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten die Fenster weit öffnen. Vermeiden Sie es, Wäsche in beheizten Räumen zu trocknen – das erhöht die Luftfeuchtigkeit enorm und kann die Wand auch nach dem Anstrich wieder durchfeuchten.
Wenn die Wand nach allen Maßnahmen immer noch feucht bleibt, kann eine horizontale Abdichtung im Mauerwerk fehlen. Das ist besonders bei älteren Häusern der Fall, wenn das Fundament nicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit isoliert wurde. In diesem Fall hilft kein Anstrich – Sie müssen eine fachgerechte Mauertrockenlegung in Erwägung ziehen. Dazu gehört das Absenken des Grundwassers, das Einbringen von Injektionsmitteln oder das elektrophysikalische Verfahren. Solche Arbeiten sollten Sie von einem Fachbetrieb ausführen lassen, denn sie erfordern spezielles Gerät und Erfahrung. Ein einfaches Abdichten der Wand von innen ist nur eine Notlösung und verschärft das Problem auf Dauer.
Ein Loch in der Mietwohnung entsteht schnell: beim Umzug, durch einen Nagel für das Bild oder eine unachtsame Bewegung mit dem Staubsauger. Viele Mieter greifen dann zur Spachtelmasse und hoffen, das Loch einfach zu überdecken. Doch gerade bei der Übergabe zeigt sich, dass eine unsaubere Ausbesserung oft mehr auffällt als das Loch selbst. Wer die richtige Technik kennt, spart sich Ärger mit dem Vermieter und bewahrt sich die volle Kaution.
Fluchtweg planen und freihalten Ein Fluchtweg ist nur dann wirksam, wenn er im Ernstfall tatsächlich begehbar ist. Gehen Sie jeden möglichen Ausgang aus Ihrer Wohnung ab: Passt eine Person mit Kinderwagen oder Rollator durch die Tür? Sind Fenster im Erdgeschoss als Notausstieg geeignet, und lässt sich das Fenster von innen ohne Werkzeug öffnen? In Mehrfamilienhäusern sollten Sie den Weg über das Treppenhaus kennen, auch wenn Sie den Aufzug bevorzugen. Üben Sie den Weg bei schlechten Sichtverhältnissen, etwa mit geschlossenen Augen, um sich über die Handläufe zu orientieren. Halten Sie Flure und Türen frei von Gegenständen, die stolpern lassen oder die Tür blockieren. Ein typischer Fehler ist das Abstellen von Schuhen oder Kartons direkt vor der Wohnungstür, die im Brandfall den Fluchtweg versperren.
Ein häufiger Fehler ist das sofortige Überstreichen einer feuchten Stelle mit einer sogenannten Sperr- oder Isolierfarbe. Diese Produkte können zwar kurzfristig die Flecken abdecken, aber sie versiegeln die Feuchtigkeit im Mauerwerk. Die Folge: Die Wand kann nicht mehr atmen, Schimmel bildet sich hinter der Farbschicht, und nach einigen Monaten blättert der Anstrich ab oder die Flecken kommen an anderer Stelle wieder zum Vorschein. Auch das Trocknen mit einem Heizlüfter ist meist wirkungslos, weil die tief im Mauerwerk sitzende Feuchtigkeit nur langsam an die Oberfläche wandert. Besser ist es, die Wand über mehrere Tage bei normaler Zimmertemperatur zu lüften und dabei alle Möbel etwa 20 Zentimeter von der Wand abzurücken.
Warum die meisten den Putz unterschätzen Bevor Sie neu streichen, sollten Sie den Zustand des Putzes prüfen. Wenn der Putz an feuchten Stellen kreidet, sich mit dem Finger abreiben lässt oder hohl klingt, müssen Sie ihn großzügig entfernen. Ein typischer Fehler ist es, nur die sichtbare Schadstelle auszubessern. Die Feuchtigkeit hat sich aber oft schon viel weiter im Putz ausgebreitet. Entfernen Sie den Putz deshalb mindestens 30 Zentimeter über den sichtbaren Fleck hinaus. Danach sollte die Wand mehrere Tage offen trocknen – bei starker Durchfeuchtung auch ein bis zwei Wochen. Erst wenn die Wand durchgehend trocken ist, können Sie einen sanierungsfähigen Putz auftragen. Achten Sie darauf, dass der neue Putz diffusionsoffen ist, also Wasserdampf durchlässt. Ein dichter Zementputz würde das Problem nur verschlimmern.
Zur Geräuschdämmung legen Sie Filzstreifen unter die Regalfüße und zwischen die Fachböden. Bei Holzregalen hilft es, die Verbindungsstellen mit etwas Seife oder Wachs zu behandeln, um Reibung zu vermeiden. Falls das Regal an einer Wand steht, können Sie einen dünnen Schaumstoffstreifen zwischen Wand und Regalrückseite klemmen. Das verhindert das Übertragen von Vibrationen und dämpft Geräusche aus der Nachbarwohnung.