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Wenn der Untergrund wackelt, hält der neue Belag nicht lange

From Babylon SIGNALIS Wiki


Am Ende entscheidet die Sorgfalt beim Untergrund über die Lebensdauer des gesamten Bodens. Ein ebener, trockener und tragfähiger Untergrund ist die Grundlage dafür, dass der neue Belag flach liegt, leise ist und viele Jahre hält. Wer hier genau arbeitet, spart sich später Ärger und Nachbesserungen.

Ein neuer Bodenbelag kann noch so hochwertig sein – sitzt er auf einem unebenen Untergrund, zeigen sich schon nach kurzer Zeit Fugen, Hohlstellen oder gebrochene Kanten. Deshalb steht vor jedem Verlegen die Prüfung und Begradigung des Untergrunds. Das gilt für Laminat, Vinyl, Fliesen und Teppich gleichermaßen. Wer diesen Schritt überspringt, zahlt später doppelt: einmal für den Belag, einmal für die Reparatur.

Von Rissen bis Feuchtigkeit: die typische Schadenskette Zunächst entstehen Haarrisse Beleuchtung im Wohnzimmer Übergang. Diese Risse laufen häufig diagonal aus der Ecke heraus oder folgen der Wandlinie. Wer sie nur überstreicht, verliert Zeit: Sie öffnen sich bei der nächsten Heizperiode erneut. Bei Fliesen auf Estrich führt die fehlende Fuge fast regelhaft zu Spannungsrissen und abplatzenden Fliesen. Besonders kritisch wird es bei Fußbodenheizung, weil der Estrich dort stärker arbeitet. Im Außenbereich oder in Feuchträumen dringt Wasser in den offenen Spalt. Die Folge sind durchfeuchtete Randdämmstreifen, Schimmel im Sockelbereich und im schlimmsten Fall Frostschäden am aufgehenden Mauerwerk.

Welche Mittel für welche Fuge geeignet si
Was auf problematischen Untergründen wirklich passiert Auf glatten, nicht saugenden Flächen wie Fliesen, Glas, lackiertem Holz oder Metall haftet Farbe ohne Haftgrund kaum. Sie lässt sich später mit dem Fingernagel abkratzen. Bei alten Kalk- oder Leimfarben kann ein direkter Anstrich die darunterliegende Schicht anlösen. Dann bilden sich Blasen oder Risse. Besonders heikel sind Untergründe mit Staub, Fett oder Silikonresten. Hier hilft auch eine Grundierung nur, wenn die Fläche vorher gründlich gereinigt wurde. Wer den Untergrund nicht grundiert, muss mit diesen Folgen rechnen: ungleichmäßiger Farbton, sichtbare Pinsel- und Rollspuren, schlechte Deckung und vorzeitiger Abrieb.

Ohne Grundierung dringt das Bindemittel der Farbe sofort in den Untergrund ein. An der Oberfläche bleibt zu wenig davon übrig, um Pigmente und Füllstoffe zuverlässig zu fixieren. Die Folge: Der Anstrich wirkt matt, kreidet oder blättert nach einigen Wochen ab. Bei stark saugenden Flächen kann die erste Schicht regelrecht verschwinden. Man streicht dann mehrfach nach, verbraucht deutlich mehr Farbe und erreicht trotzdem keine gleichmäßige Deckung. Ein weiterer typischer Fehler ist, die Grundierung mit verdünnter Farbe zu verwechseln. Das ist nicht dasselbe.

Vor dem ersten Schnitt in eine Wand gehört die Prüfung auf Leitungen. Ein Leitungssucher ist kein Luxus, sondern die Grundlage jeder Bohrstelle in Beton oder Fliesen. Ebenso wichtig: Staubabsaugung oder zumindest eine Atemmaske beim Schleifen und Bohren. Der feine Staub setzt sich in Lunge und Elektronik fest. Wer ohne Absaugung arbeitet, riskiert nicht nur die Gesundheit, sondern auch den vorzeitigen Ausfall des Akkuschraubers, weil Staub in das Getriebe kriecht. Nach jedem Arbeitstag werden Werkzeuge gereinigt, Bits entnommen und Akkus geladen – am nächsten Morgen beginnt die Arbeit dann ohne Unterbrechung.

Die richtige Reihenfolge ist immer gleich: Untergrund prüfen, reinigen, trocknen lassen, grundieren und erst dann streichen. Die Grundierung muss vollständig durchgetrocknet sein, bevor die nächste Schicht folgt. Sonst wird sie wieder aufgelöst und verliert ihre Wirkung. Bei sehr saugfähigen Flächen kann eine zweite Grundierung sinnvoll sein. Wer unsicher ist, testet an einer unauffälligen Stelle: Ein kleiner Anstrich zeigt nach dem Trocknen, ob die Haftung stimmt. Diese kurze Kontrolle kostet wenig Zeit und verhindert großen Ärger.

Ein häufiger Fehler ist, die Fuge zwar anzulegen, sie aber mit starrem Mörtel oder Fliesenkleber zu verschließen. Damit ist sie funktionslos. Ebenso falsch: die Fuge mit Silikon zuziehen und anschließend überstreichen. Silikon haftet auf vielen Untergründen schlecht, reißt bei Bewegung und lässt sich nicht überarbeiten. Richtig ist ein dauerelastischer Fugendichtstoff, der zur Bewegung und zum Untergrund passt. Vor dem Einbau muss der Spalt sauber, trocken und frei von Staub sein. Eine Haftgrundierung verbessert die Randhaftung. Bei größeren zu erwartenden Bewegungen gehört zusätzlich ein Kompriband oder ein Fugenprofil in die Fuge, damit der Dichtstoff nicht überdehnt wird.

Unebenheiten erkennen und richtig ausgleichen Unebenheiten lassen sich mit einer langen Wasserwaage oder einem Richtscheit aufspüren. Man legt das Werkzeug in verschiedenen Richtungen auf den Boden und schaut, wo Licht durchscheint oder das Werkzeug kippelt. Kleine Vertiefungen bis zu zwei Millimetern lassen sich mit einer dünnen Spachtelschicht ausgleichen. Größere Unebenheiten erfordern eine Ausgleichsmasse, die flüssig aufgetragen wird und sich selbst verteilt. Wichtig: Vorher ein Haftgrund aufbringen, sonst haftet die Masse nicht und bricht später auf.

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