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Beim Vergleich der Scheiben zählt nicht die Optik, sondern die Verarbeitung der Spider und der Segmentringe. Ein zu weicher Draht verbiegt bei jedem Aufprall, die Segmente sitzen danach nicht mehr plan und die Pfeile prallen ab. Ein zu harter Spider hingegen beschädigt die Spitzen und lässt die Darts seitlich abgleiten. Gute Modelle in dieser Klasse haben einen federnden Spider, der sich beim Einschlag minimal mitbewegt. Ebenso wichtig ist die Rückseite: Eine dichte, austauschbare Rückenplatte verhindert, dass die Spitzen in die Wand dahinter eindringen. Fehlt sie, entstehen nach kurzer Zeit tiefe Kerben im Untergrund.
Bevor du irgendetwas montierst, prüfe den Untergrund. Eine einfache Gipskartonwand gibt jedem Dübel nach, besonders wenn das Gewicht der Scheibe plus die Wucht der Pfeile dauerhaft daran zieht. Wenn möglich, setze die Halterung in einen Balken oder inmassives Mauerwerk. Bei Trockenbau helfen spezielle Hohlraumdübel mit großer Auflagefläche, aber auch die halten nur, wenn sie wirklich sauber gesetzt sind. Ein häufiger Fehler ist, die mitgelieferten kurzen Schrauben zu verwenden, weil sie bequem sind. Sie sind für die Wand, nicht für die Scheibe gedacht.
Ein weiteres Problem ist der Standort im Raum. Scheiben in Durchgängen oder neben Türen werden ständig gestreift oder umgestoßen. Auch direkte Sonneneinstrahlung schadet, weil sich Kunststoff und Gummi verformen. Ideal ist eine Nische oder eine Wandfläche, die mindestens einen Meter breit und zwei Meter hoch frei bleibt. Der Bodenbelag spielt ebenfalls eine Rolle: Auf Fliesen oder Parkett springen abprallende Darts unkontrolliert weg. Eine Gummimatte unter dem Standbereich schützt Spitzen und Boden.
Die Höhe lässt sich mit einem Maßband schnell korrigieren, die Abwurflinie wird dagegen oft vernachlässigt. Steht der Spieler zu nah, fliegen die Darts flacher und treffen anders; steht er zu weit weg, sinkt die Trefferquote. Eine rutschfeste Markierung am Boden verhindert, dass man beim Wurf unbemerkt nach vorne tritt. Ein 60 Zentimeter langes Klebeband oder eine dünne Leiste reicht. Wer auf Teppich spielt, klebt die Linie mit doppelseitigem Band fest. Wichtig: Die Linie gehört zur Vorderkante der Abwurflinie, nicht zur Fußspitze. Der Spieler darf mit dem Fuß die Linie berühren, aber nicht überschreiten.
Typische Fehler sind auch das Ignorieren der Umgebung. Wenn die Sonne direkt auf das Board scheint, kann eine Lampe nichts mehr retten – dann sollte man den Raum abdunkeln oder das Board anders ausrichten. Ein weiterer Fehler ist die Verwendung von Spotlights mit engem Abstrahlwinkel. Sie erzeugen Hotspots auf dem Board, die das Auge ablenken. Besser sind flächige Leuchten oder mehrere kleine Lichtquellen, die ein gleichmäßiges Feld erzeugen. Prüfen Sie auch, ob die Lampe flackert – das unbewusste Flackern stört die Konzentration mehr als fehlendes Licht.
Die zweite Variante heißt Cricket und ist bei zwei Spielern besonders taktisch. Gespielt werden die Zahlen 15 bis 20 sowie das Bullseye. Jeder Spieler muss jede Zahl dreimal treffen, bevor er Punkte darauf sammeln darf. Wer eine Zahl dreimal getroffen hat, kann sie beim Gegner angreifen, indem er weiter darauf wirft und Punkte gutschreibt. Der Clou: Man kann gleichzeitig aufbauen und stören. Ein häufiger Fehler ist, nur auf die 20 zu werfen. Wer die 20 zuerst schließt, aber die 19 und 18 vernachlässigt, verliert gegen einen Gegner, der breit streut. Gute Cricket-Spieler wechseln ständig zwischen Schließen und Punkten, je nachdem, was der Gegner gerade tut.